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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 20. Mai. ,">il den Waffen der Rechtgläubigen glänzende Siege zu verleihen, und Könige auf den Thron zu führen, die mit glühendem Eifer für die Verbreitung und Befestigung des heiligen Glaubens beseelt waren. Vor allen andern zeichnete sich Ferdinand I I I . aus, welcher von der Kirche den Heiligen beigezählt wird. Er war ein Sohn des Kö- nigs von Leon, Alphons IX , , und der Berenguela, einer Tochter Alphons VIII. , Königs von Kastilien, geboren im Jahr 1198, er- hielt eine seinem Stande angemessene Erziehung, und wurde unter' richtet in Allem, was nach damaliger Sitte für einen Regenten er- forderlich erachtet wurde. Schon in seiner Jugend zeigte er großen Eifer für die heilige Religion und ernstes Streben »ach Tugend. Sein Gemüth ward erfüllt mit Gottesfurcht, die da ist der Anfang der Weisheit und eine feste Schutzwehr gegen die Reitzungen der Sinnlichkeit. Er bewahrte sich vor dem Verderben, in welches das jugendliche Herz, wenn es nicht sorgfältig bewahrt wird, zumal bei den verführerischen Lockungen, und bei der Leichtigkeit, jede Sinnen- lust zu befriedigen, wie sie an Höfen fast immer sich darstellen, so leicht, daher so oft, hineingestürzt wird. Im Jahre 1214 starb Ferdinands mütterlicher Onkel, der Kö- nig Alphcns, und zwei Jahre später auch dessen Sohn Heinrich, der il)M in der Regierung des Königreichs Kastilien gefolgt war. Die Krone siel nun an Bercnguela, welche aber dieselbe an ihren Sohn Ferdinand überließ. So ward Ferdinand im Jahre 1217 König von Kastilien, während sein Vater Alphons das Königreich Leon regierte. Graf Altearus von Kastilien, und seine zwei Brüder machten die Krone ihm streitig, brachten Alles in Gährung, und fachten das Feuer dcr Empörung an. Allein es gelang dein jungen König, den die Mutter mit ihrem Rath unterstützte, alle Ausbrüche des Aufrulils zu ersticken. Auch sein Vater machte Ansprüche auf einige Besitzungen, die gegenwärtig bei Kastilien waren, er aber zu Leon ziehen wollte. Ferdinand hatte zu viel Ehrfurcht gegen den Vater, als daß er sich mit demselben in einen Zwist einlassen wollte. Vor einem Kriege mit ihm schauderte er vollends zurück. Allein seinem Reiche e^was entziehen zu lassen, was nach seiner Ueberzeu- gung zu demselben gehörte, durfte er auch nicht. Er bemühte sich daher, im Einverständnisse mit den Vornehmsten seines Reiches, eine Ausgleichung zu erzielen, und hatte die große Freude, daß eine solche auch wirklich zu Stande kam. Ferdinand regierte eben so weise als gerecht, und wurde deßhalb von seinen Unterthanen seyr hoch verehrt. Zu seinen Räthen hatte er ausgewählte Männer von erprobter Klugheit und Nechtschaffenheit, ohne deren Rath und Zu- stimmung er nie etwas Wichtiges vornakm. Jedes Unternehmen trug er vor Allem in seinem Gebethe Gott vor, flehend um Er-
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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