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,',40 Die heilige Zita, Jungfrau und Dienstmagd.
Gemüthe das Verlangen nach der Marterkrone entstammt, und der
Wunsch, einc Gelegenheit zu erhalten, für Jesum Christum in qual-
vollem, blutigem Tode sich opfern zu können. Als der Einfall der
Tartaren in Ungarn allgemeinen Schrecken verursachte, sprach sie:
„Ich werde bethen, daß sie nicht kommen, auf das! sie dem christli-
chen Volke nicht schaden. Was aber mich betrifft, wollte ich, daß
sie schon da wären, und ich durch sie den Martertod erdulden könnte/-
—> Ein langwieriges Fieber machte idrem gottseligen Leben ein
Ende, am 1,8. Jänner des Jahres 127N, als sie erst 2K Jahre
alt war. Es werden verschiedene Wunder erzählt, die bei ihrem
Grabe geschehe» sind. Ihre Reliquien befinden sich gegenwärtig in
der Stadt Prcßburg in Ungarn.
.,Preiset dcs Herrn Größe mit mir. Lasset uns vereint seinen
Namen erhöhen." Psalm 33, 3. —
Die heilige Zita, Jungfrau und Dienstmagd.
(Am 27. April.)
Eine wahrhaft christliche Familie ist ein kostbarer Edelstein in
jeder Gemeinde. Von einer solchen heißt es im Buche der Weis-
!,eit ^4, 1.) ?,O wie schön ist ein keusches, gottesfürchtiges Ge-
schlecht und wie ansehnlich! denn das Andenken desselben ist un-
sterblich, »nd vor Gott und den Menschen berühmt/- Dieses Lob
gebührt der Familie der heiligen Zita. Ihre Eltern, die Johann
Lombard, und Bonissima geheißen haben sollen, waren sehr fromm
und gottesfürchtig; ihre Schwester starb als Eistcrziensernonne im
Rufe der Heiligkeit, und eben so der Bruder ihrer Mutter, Gra-
tian, als Laie. Gottesfurcht und ein frommer Wandel waren dem-
nach in dieser Familie einheimisch. Zita wurde in einem unbedeu-
tenden Orte, das etwa drei Stunden von der Stadt Lucca in Ita-
lien entfernt lag, um das Jahr 1212 geboren, und von ihren gu-
ten Eltern, die gemeinen Standes waren, in der Furcht des Herrn
christlich erzogen. Frühe zur Arbeit angeleitet, und nur an dieselbe
gewöhnt, war sie nach zurückgelegtem zwölften Altersjahrc schon fä-
hig , in einen Dienst zu treten. In dieser Absicht kam sie nach
Lucca, und wurde in dem Hause FatincUi aufgenommen. Sie er-
warb sich durch Eingezogenheit, Frömmigkeit und Fleiß das Wohl-
wollen der edlen Herrschaft, die liebevoll in allen Bedürfnissen für
sie sorgte. Haben junge Leute etwas gelernt, sind sie fromm, sitt-
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
- Titel
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Untertitel
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Band
- 2
- Autor
- Anton Mätzler
- Verlag
- Landshut Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 1840
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 9.8 x 16.9 cm
- Seiten
- 982
- Schlagwörter
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen