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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 5. September. 605 Fieber befallen wurde. Man mußte ihn auf Stroh legen. Wäh- rend die Umstehenden weinten, rief er in freudigem Entzücken aus: „Sehet den Bräutigam; lasset uns ihm entgegen gehen!" und fügte, seine Augen zum Himmel erhebend, bei: „Herr Jesu! ich komme zu dir." Er hatte nichts übrig zu seiner letzten W'llensverfügung, und doch machte er ein Testament, und zwar dahin, daß alle Menschen tugendhaft seyn möchten, und man ihn, wie einen armen Ordens: mann, in dem Rloster zum heiligen Georg beerdige. An den zwei letzten Tagen vor seinem Tode kamen die verschiedenen Körperschaf- ten der Stadt zu ihm, seinen Segen zu empfangen. Den weinen- den Marccllus, seinen Schüler, tröstete er mit den Worten: „Ich gehe dir voran, du wirst mir aber bald folgen. An dem nächsten Osterfeste werden wir uns wieder sehen." Die Vorhersagung ging in Erfüllung. Er verschied am 8. Jänner 14,">5. Im Jahre 1525 wurde er vom Papste Clemens VII. selig gesprochen, und 1(i9U von Alerander VI I I . in die Zahl der Heiligen gesetzt. — Wer mit Frucht an der Heiligung Anderer arbeiten will, muß vor Allem sich selbst zu heiligen trachten. Der heilige Johannes Capistranus, Priester aus dem Orden des heil igen Franziskus. <')!m 7. Oktober. Im romisä'en HciligenucrzcichMc am 23. Oktober.) Der heilige Johannes ward geboren im Jahre 1385 zu Ca- pistrano, in dem Königreiche Neapel, weßhalb er den Beinamen (iapistranus, oder von (5ap:stran, erhielt. Sein Vater, ein Edel- mann aus Anjou, hatte in dem neapolitanischen Heere gedient, sich dann zu Aquila, und später zu Capistrano niedergelassen. Nachdem Johannes in den allgemeinen Wissenschaften einen glänzenden Fort- gang gemacht hatte, widmete er sich zu Perosa mit solcher Auszeich- nung der Rechtsgelchrsamkcit, daß er den Doktorgrad erhielt. Seine Geschicklichkeit, sein beträchtliches Vermögen, und seine eheliche Ver- bindung mit der , Tochter eines der angesehensten Einwohner der Stadt Perosa verschafften ihm Aussichten, welche die Welt herrlich zu nennen pflegt. Im Jahre 1413 entstanden zwischen Ladislaus dem Könige von Neapel, und der Stadt Perosa ernstliche Irrungen. Johannes wurde von Seite der Letztern mit der Friedensverhandlung beauf- tragt. Da aber der gehoffte Erfolg seiner Bemühung verzögert
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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