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Am 24. März. 621
desselben auf Befehl des Papstes Gregor XI I I . dem römischen Mar-
terbuchc einverleibt wurde. Die Reliquien des heiligen Simons be-
finden sich in der Pcterskirche zu Trient, in einem herrlichen Grab-
mahle von weißem Marmor, welches einen Altar bildet.
Die Betrachtung der eben erzählten zwei Marttrgcschichtcn, de-
nen noch mehrere ahnliche beigefügt werden könnten, darf uns nicht
zum Hasse gegen das Iudenvolk bewegen; sondern muß uns Mit-
leiden über die Verblendung desselben einstoßen. Die Juden sind,
obgleich im Irrthum und in der Verstockung wandelnd, unsere Brü-
der, die wir von unserer Liebe nicht ausschließen dürfen, — für die
wir mit unserer heiligen Kirche eben so oft, als inbrünstig bethen
sollen, daß Gott, der sie von seinen C'cbarmungen nicht ausschließt,
die Binde ihrer Blindheit löst, welche ihren Verstand und ihre Her-
zen fesseln, damit auch sie erkennen mögen unsern Herrn Jesum
Christum.
Der heilige Johannes von Fakundo,
aus dem O r d e n des h e i l i g e n A u g u s t i n .
(Am 12. Ilini.)
Der heilige Johannes war der crstgeborne Sohn des Johann
von Gonzalez von Castrillo, und der Sancho Martinez, geboren zu
San Fangon, oder Fakundo, in dem Königreiche Leon in Spanien,
um das Jahr 1419. Seine Eltern hielten ihn für ein besonderes
Geschenk des Himmels, der ihr anhaltendes Gebeth um den Segen
dcr Ehe, der ihnen lange nicht zu Theil geworden war, gnädig er-
I>ötte. Mit frommem Eifer besorgten sie die erste Erziehung des
kleinen Lieblings, bei dem sich frühe glänzende Gaben des Geistes,
zumal eine zärtliche Gottesfurcht, und eine seltene Liebe zum Gebethe
offenbarten. Sie widmeten chn den Wissenschaften, in denen er bei
d>,'n Benediktinern zu Fakundo ausgezeichnete Fortschritte machte.
Frühe empfing Johannes die niedern Weihen, und auf die Verwen-
dung seines Vaters eine geistliche Pfründe, die er aber nach einiger
Zeit wieder zurück gab, weil es ihm unrecht schien, Einkünfte zu
beziehen von einem Amte, dessen Verpflichtungen man durch Andere
erfüllen läßt. Nach vollendeten Studien kam er in die Stadt Bur-
gos. Da erlangte er bald die vorzügliche Gewogenheit des Bi-
schofs, der ihm ein Canonikat gab, und verschiedene Geschäfte über-
trug, die der junge Mann mit eben so großem Eifer, als vieler
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
- Titel
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Untertitel
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Band
- 2
- Autor
- Anton Mätzler
- Verlag
- Landshut Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 1840
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 9.8 x 16.9 cm
- Seiten
- 982
- Schlagwörter
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen