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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 4. Mär;. , 629 Ein schöner Lobgesang auf die allerftligstc Jungfrau, den wir jetzt noch haben, wird ihm als Verfasser zugeschrieben. Bor seinem Tode verlangte er, daß man eine Abschrift desselben in sein Grab lege. Es geschah, und bei der feierlichen Erhebung seines Leichnams ward sie im Sarge gefunden. — Unbefleckt bewahrte er dic jungfräuliche Reinigkeit. Er vermied ^ii l unerbittlicher Strenge Alles, was die- selbe hatte in Gefahr setzen können, und' wies alle Anträge künfti- ger Vcrchelichung von sich. Das Elend der Armen sah er für sein eigenes an. Er half liebevoll, wo er helfen konnte, und wo er nicht zu helfen vermochte, bediente er sich der ganzen Liebe, derer er bei seinen Eltern und seinem Bruder, dem Könige von Böhmen, sich erfreute. Bei den Uebungen der Gottseligkeit versäumte Casimir keines- wegs seine standesmäßige Bildung durch Erlernung und Uebung dessen, was sein hoher Rang und seine künftige Bestimmung erfor- derte. Er ward sehr gewandt in Staatssachcn, wie im Kriegswe- sen; ausgezeichnet durch entschiedenen Sinn für Gerechtigkeit, und durch unerschrockenen Muth. — Sehr oft machte er den König auf wichtige Gegenstände der Staatsverwaltung aufmerksam; immer aber mit jener ehrfurchtsvollen Bescheidenheit, wclchc dem Sohne gegen den Vater ziemt. Um das Jahr 1471 empörten sich dic Ungarn gegen ihren König Mathias, einen Sohn des tapfern Huniadcs, und verlangten durch eine Gesandtschaft von dem polnischen Könige dessen Sohn Lasimir auf den ungarischen Thron, mit der Erklärung, daß sie sich, wenn ihrer Bitte nicht willfahrt werde, ;u den Türken um Hilfe wenden wollten. Diese Erklärung war es vorzüglich, die den Kö- nig bewog, seinen Sohn Casimir, obgleich er erst dreizehn Jahre alt war, mit einem beträchtlichen Heere nach Ungarn zu schicken. Ungarns König Mathias brachte indcffen einen großen Theil der Abtrünnigen wieder auf seine Seite, rückte mit 160UN Mann dem polnischen Heere entgegen, welches nach einigen unbedeutenden Vor- fällen sich wieder zurückzog. Darüber war sehr erfreut der junge Lasimir, der nicht nach eigenem, sondern nur nach dcm Willen des Vaters die ungarische Krone anzunehmen sich entschlossen hatte. Der König von Polen genehmgtc zwar, auf Vermittlung des Papstes Sirtus IV. , der sich für den cnthronten König Mathias erklärte, den Rückzug seines Sohnes und seines Heeres; war aber doch sehr empfindlich über die Treulosigkeit und den Wankelmuth der Ungarn. Nach seiner Rückkehr brachte Easimir auf dem Schlöffe Dobzky, welches eine Stunde von Krakau entfernt lag, drei Monate in den strengsten Bußübungcn zu; dcnn er sah die Ungerechtigkeit des Feld- zuges gegen den König von Ungarn jetzt ein, weßhalb er in der
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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