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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 5. März. 763 am Hosiager deo Ra,serS, zumal unter dem Fraucnvolke, welches von der Schwache seines Geschlechtes nichts mehr an sich zu haben schien, vermehrt wurden. So ließ z. B. die Gemahlin des Königs von Tango, von einer ander» Prinzessin des königlichen Hauses, die eine eisngc Christin war, sich tauft», weil ein Priester weder zu. ihr, noch sie zu einem Priester komme» tonnte, indem der Gemahl, we- gen ihrer ausgezeichneten Schönheit eifersüchtig, sie fortwährend in seinem Palaste verschloffcn hielt, auf daß sie nicht etwa von dem lüsterne» Kaiser gesehen werde. Sie bekam den Namen Gratia, und bcwälme sich als eine vollkommene Cliristin. Heldcnmüthig bot sie den Nacken dar, als sie auf Befehl ihres Gatten, nicht wegen des christlichen Bekenntnisses, sondern aus eifersüchtiger Besorgniß, daß sie, wenn sie bei dem edcn entstandenen Aufruhr in die H?nd« seiner Feinde gerathen, der Gegenstand fremder Liebe werden möchte, enthauptet wurde. Der japanische Kaiser Nobunanga hatte das Christenthum, ohne sich zu demselben zu bekennen, dergestalt geschätzt, daß es selbst in der Haupiftadt deü, Reiches die herrschende Religion geworden war. Allein dieser in Wohllüsten versunkene Fürst schlug sich selbst in Mitte dc5 Lichtes mit Blindheit, so unaufhörlich ihm auch aposto- lische Männer zuredeten, die zu hören er nicht satt werden konnte. Zuletzt venrrte er sich im Taumel eines thörichten Stolzes auf eine so bewciuenswürdige Weise, daß er sich einen Tempel erbauen, und den Befehl ausgehen ließ, ia diesem dem Kaiser zu opfern, und je- de» andern Gottesdienst zu unterlassen. Die Christen achteten nicht auf diesen Befehl, und Nobunanga schien es nicht zu bemerken. Dcßungeachtet ward er von Gottes Strafe recht augenscheinlich ge- troffen. In einem Auflause, den ein mchtswürdigcr Vagabund er: regte, ging er zu Grunde. Der Feldherr Taikosama, vorhin Fariba genannt, benutzte die Unruhen, und bemächtigte sich des kaiserlichen Tdroncs. Der Antritt seiner Regierung war ziemlich ruhig, und er bezeigte sich, wenigstens dem Scheine nach, gegen die Christen sehr gnadig, weil sie zu mächtig waren, als daß er sie bei seiner ange- maßten, noch wenig befestigten Macht gleich Anfangs reizen dürfte; zumal die wichtigsten Staatsämter von eifrigen Anhängern der gött- lichen Religion verwaltet wurden. Es lag indeß doch ein starker ^emi des Widerwillens gegen das heilige Gesetz der Christen in den Sitten dieses Fürsten — des allerunzüchtigsien selbst unter de» Hei: den. Tokmn, sein vorzüglichster Günstling, weil er das Serail mit jeder Schönheit, die er auftreiben konnte, vermehrte, ermunterte ihn, kraftig unterstützt von Mehreren seines Gelichters, bei einem Sauf- gelage , daß cr sich mit (5'rnst gegen die Christen erklären müsse, weil sie sich erkühnten, seinem Willen sich zu widersetzen, und ihm
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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