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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 5. März. 767 ihnen nicht gestattet, weil der Oberrichter aus Besorgniß eines Auf- ruhrs der Bewohner der Stadt die Hinrichtung beschleunigte, welche aus eben diesem Grunde außer der Stadt vollzogen wurde — auf einem Hügel, welchen man in der Folge den heiligen Berg nannte. Dahin wurden die Bckenncr am 5. Februar 1595 geführt. Es war ein Freitag; und in diesem Umstände fanden sie noch einen be- sondern Trost, weil der Sohn Gottes ebenfalls an einem Freitage sein Opfer vollbracht hatte. Sie, eilten mit so schnellen Schritten der Todesstätte zu, daß man ihnen kaum folgen konnte. Auf der- selben angelangt, umfaßten sie die Kreuze mit seligem Entzücken, und als man dieselben aufzustellen anfing, stimmte den Pater Bap- tista, der in der Mitte der Uebrigen stand, den Lobgcsang des Za- charias an, welches die andern mit ihm fortsangen. Paul Miki hielt eine Rede, die den Glaubigen und den Heiden gleich stark zu Herzen ging, und beschloß dieselbe mit einem rührenden Gebethe für seine Henker. Die Knaben sangen den 112. Psalm, und als sie bereits am Ende waren, empfing Anton zuerst den tödtlichen Stich, ohne daß er ihn auch nur zu fühlen schien. In wenigen Augen- blicken waren auch die Andern vollendet, und ihre Seelen zu den Chören der seligen Geister hinüber geeilt. Der Pater Baptista, als dcl' vornehmste unter ihnen, empfing zuletzt den Todesstoß. Die Zuschauer waren so gerührt, daß man allenthalben nur seufzen und stöhnen hövte. Der Blutrichter soll den Anblick nicht ausgehalten, sondern, so bald er das erste Blut fließen gesehen, sich wegbegtden haden. Das von den Kreuzen träufelnde Blut wurde von den Gläubigen aufgefangen, viele von demselben befeuchtete Erde weggetragen, ja sogar von der Leiche des Pater Baptista eine Zehe weggeschnitten, und als theure Reliquien der Blutzeugen Jesu Christi aufbewahrt, die dreißig Jahre nach ihrer Vollendung der Papst Urban VII I . als heilige Märtyrer zu verehren gestattete. „Der wahrhafte Liebhaber des Gekreuzigten entzieht sich nicht den Leiden und der Lästerung seiner Feinde, um im Aergernisse des Kauzes Christo gleichförmig zu werden. Wem Christus das Leben ist, dem ist Leiden und Sterben um Christi willen der größte Ge- winn/- Thomas von Kempis.
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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