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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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VI. Die Geschichte des Fastens in der katholischen Kirche. (Zu lesen in dcr vicrzigtägigen Faste», im Adl'cüt, !l! den Quatembcrfastcn und den wöchcittlichc» Fasttagen.) Fasten, Entha l tung von Speisen und andern sinnlichen Genüssen, bestand schon vor der Einführung der christlichen Religion, bei den Heiden sowohl, als bei den Juden. ,,Die Heiden, sagt Tertuüan, enthalten sich vom Genusse der Speisen „und Gelüste, wenn sie sich gefaßt machen wollen, Götteraussprüche „oder sonst geheimnißvolle Träume zu vernehmen. Sie nehmen ihre „Zuflucht zum Fasten und zur Enthaltsamkeit, um sich des nähern „Umgangs mit den Göttern desto fähiger zu machen." Auch Hiero- nimus führt, in seinem Buche wieder den Ioviuian, die Fasten der Heiden an, um durch dieses Beispiel den Irrlehrer zu beschämen. Von dem Gebrauche der Fasten bei den Juden, welche sehr strenge und mit andern Bußübungen verbunden war, überzeugen uns die Bücher des alten Bundes. Wenn sie in einem großen Anliegen zu Gott bethen wollten, fasteten sie zugleich, um Gott durch dieses Bußwerk gleichsam zu besänftigen und von ihm desto eher erhört zu werden. Man denke hier unter vielen andern nur an das Bei- spiel der Esther. — Der Prophetin Anna wird es zum Ruhme angerechnet, daß sie in ihrem Wittwenstande vielfältiges Fasten übte. Jesus Christus, der Stifter des neuen Bundes, gab zwar seinen Anhängern kein bestimmtes und ausdrückliches Geboth zu fasten; machte aber die Mäßigung aller sinnlichen Begierden und Ge- nüsse, und die Abtödtung der Sinnlichkeit im Allgemeinen, zur stren- gen Pflicht. Er billigte und bestätigte für seine Jünger den Ge- brauch des Fastcns dadurch, daß er nur vor den Mißbräuchen warnte, welche er bei den Fasten der Pharisäer bemerkte, und nicht den Ge- brauch selbst aufhob, sondern vielmehr denselben durch sein eigenes Beispiel, durch sein Fasten in der Wüste heiligte und als heilsam bekräftigte. „Wenn ihr fastet, sagt der Heiland zu seinen Iün- „gern, so sollet ihr nicht verdrüßlich darein sehen wie die Pharisäer. „Diese machen finstere Gesichter, daß ihnen die Leute das Fasten ansehen „sollen. Ich versichere euch, sie haben ihren Lohn empfangen. Wenn du „fastest, salbe dein Haupt, und wasche dem Angesicht, damit du „mit deinem Fasten nicht vor den Menschen scheinest, sondern vor „deinem Vater, welcher im Verborgenen ist, und dein Vater, welcher
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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