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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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32 Die Fasttage in jeder Woche. das wöchentliche Fasten unterlassen, wegen der Freude über die Auferstehung des Herrn, wovon uns auch der heilige Ambrosius im 8ten Buche über das Evangelium des heiligen Lukas über- zeugt. Er schreibt: „Die Kirche weiß in diesen fünfzig Tagen, „wie an den Sonntagen nichts vom Fasten; der Herr ist ja auf- „erstanden." Am Samstag (Sabbath) wurde in den ersten Zeiten des Chri- stenthums, wie am Sonntag, nicht gefastet. Der heilige Ignatius der Märtyrer sagt: „Wenn einer am Sonntag oder Sabbath fa- „stet, so tödtet er Christum. Nur an einem Sabbath (an dem „vor Ostern) ist das Fasten erlaubt. Selbst in der vierzigtägi- „gen Fasten werden die Tage, der Sabbath und Sonntag ausge- „nommen, beinahe ganz im Fasten zugebracht." Man fing zuerst in Rom im dritten oder vierten Jahrhun- derte an, auch am Sonnabende, das ist am Samstage zu fasten. Dadurch wurde das Fasten am Mittwoche verdrängt. Doch fand die Samstagfasten an andern Orten noch lange keinen Eingang, selbst bei den Mönchen nicht, wovon uns die Regeln des heiligen Benedikts überzeugen. Der Papst Innozenz I. schrieb im Jahre 410 an den Bischof Dezentiuo, man müsse am Samstag, wie am Freitag fasten, weil Christus an beiden Tagen im Grabe gelegen, die Apostel an bei- den Tagen getrauert und vermuthlich auch gefastet haben. Es wurde indessen doch erst nach dem siebenten Jahrhunderte das Sams- tagfasten allgemein. In den Kapitulationen der fränkischen Könige heißt es: „Wegen des Leidens des Herrn soll an jedem Freitage „gefastet werden; der Sonnabend wird, weil Christus an diesem „Tage im Grabe lag, von den Meisten als ein Fasttag betrachtet." D i e Q u a t e m b er - Fasten. Wir haben kurz vorher gehört, daß zuerst in Rom der Sams- tag als wöchentlicher Fasttag angeordnet, und das Fasten am Mit- woch unterlassen worden sey. Nur in vier Wochen des Jahres wurde auch dieser Fasttag noch beibehalten, so daß man sich am Mittwoch, Freitag und Sonnabend dieser vier Wochen dem Fasten und dem Gebethe vorzüglich ergab. Dieses Fasten hieß man das Fasten der vier Zei ten, was auch das Wort Quatember (t^latuoi- leinpnra) ausdrückt. Man fing zu selber Zeit an meh- rern Orten das Jahr im Frühlinge an. Der März war der erste, der Juni der vierte, der September der siebente, und der Dezem- ber der zehente Monat im Jahr. Die Erste, oder Frühlingsqua-
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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