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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Die Quatemberfasten 33 tember siel auf den ersten, die Sommerquatember auf den vierten, die Herbstquatember auf den siebenten, und die Winterquatcmber auf den zehnten Monat. Der Papst Leo sagt in der 8ten Qua- temberpredigt: „Nach Anleitung des heiligen Geistes ist das Fasten „durch das ganze Jahr so vertheilt worden, daß das Gesetz des „C'nthaltens einer jeden Iahrszcit zukommt. Wir halten ja das „Frühlingsfasten in der vierzigtägigcn Fasten, das Sommerfasten „zu Pfingsten, das Herbstfastcn im siebenten Monat, und das „Winterfastcn in diesem, welcher der zehnte ist." Der Gebrauch der Quatemberfasten bestand anfangs eine lan: ge Zeit nur in Rom. Selbst der heilige Benedikt schrieb sie seinen Mönchen, so wie das Samstagsfasten, noch nicht vor. Nach und nach verbreitete sie sich in andere Städte und Länder, und wurde erst im zehnten Jahrhundert in der abendländischen Kirche allgemein. Bonifaz, der Apostel der Deutschen, verordnete: „Die Priester sol- „len auch das Volk anleiten, daß es die gesetzlichen Fasten der „vier Zeiten beobachte, nämlich im März, Juni, September und „Dezember." In der Kirchenversammlung zu Mainz im Jahre 813 heißt es: „Wir setzen fest, daß die vier Zeiten des Jahres von „Allen mit Fasten begangen werden, wie es in der römischen Kirche „Herkommens ist." In den ältesten Zeilen wurden Bischöfe, Priester und andere Geistliche dann, wann ein Platz leer wurde, zu diesem Amte ein- geweiht, und es waren also zur Erthcilung der Weihen keine be- stimmte Zeiten festgesetzt. Im siebenten und in den folgenden Jahr- Hunderten wurden die Weihen an den Quatcmbern vorgenommen, und dann auch deßwegen, daß Gott seiner Kirche würdige Prie- ster geben möge, gebetet und gefastet. Der Kaiser Karl verfügte im Jahre 779: „Die Priester sol: „len das Volk lehren, daß es die vier gesetzlichen Fasten halte, näm- „lich im Monate März, Juni, September uud Dezember, da die „heiligen Weihen nach den kirchlichen Verordnungen ausgetheilt wer- „den." Rabanus Maurus, welcher im Jahre 847 zum Erzbischofe in Mainz gewählt wurde, sagt, der Papst Gelasius habe verordnet, daß in den Quatemberzeiten die Priester geweiht, und nach dem Beispiele der Apostel gefastet werden soll. Dieses Fasten soll beo- bachtet werden, wenn in diesrr Zeit auch keine Weihen ertheilt werden. Die besondern Gebethe, welche an den Quatcmbertagen in der Kirche vorgeschrieben sind, zielen nicht auf die Ertheilung der Weihen, eben deßwegen, weil diese später auf die Quatcmbcrzeiten festgesetzt wurden, sondern auf die Abwendung der Uebel, und die Erlangung der göttlichen Wohlthaten, vorzüglich der Gaben und des Segens, welchen wir zu den verschiedenen Jahreszeiten bedürfen. 3
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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