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chen« getrieben ist, gelangt man links durch einen schiefen Quer-
schlag »nf bai Eisensteinlager, in welchem dann da« Auslangen
so fortgetrieben ist, daß man rechten Ulms in der Sohle immer
das Liegende hat, Dadurch macht das Auslangen mehrere Wen»
düngen, wovon eine so bedeutend gegen das Hangende hinaus-
geht, daß man der geraden Förderung wegen einen Durchbruch
durch's Liegende zu machen »eranlaßt war.
Das Erzlager erscheint hier auf den meisten Puncten unmit-
telbar auf Gneiß liegend, nur an ein Paar Stollen ist ein un-
bedeutendes Kalkmittel dazwischen. Das Lager hat eine durch«
fchniltliche Mächtigkeit von < Lachter, wächst jedoch in höhern
Sohlen auch zu Z Lachter an; im Hangenden desselben ist ein
bläulich grauer schön geschichteter Kalk, und auf diesem liegt
Thonschiefer, Man hat den Hangendkalk an mehreren Puncten
schon ziemlich tief durchbrochen, aber keine neuen parallelen Lager
getroffen. Das Streichen ist hier gegen die früher betrachteten
Lager von Kammelstollen und Altenberg verschieden, es ist
nähmlich hier Nt. 12 und da« Einfallen nach St, 6 bei 18 Grad,
am südlichen Feldorte macht es jedoch eine Wendung, und fällt
dort nach Südosten oder vielmehr nach St. 10 ein. Das Lager
ist nach dem Streichen bei 17l> Lachter edel ausgerichtet, und
steht am südlichen Feldorte mit einer geringern Mächtigkeit noch
an, das nördliche zurück ist nicht weit verfolgt, da man zu Tag
kommen wurde. Nach dem Ansteigen ist es 159 Lachter bekannt,
und zum Theil auch schon stark »erhaut, da die alten Baue vom
Tage nieder bis zu einer nach St, 7 bis 8 nahe seiger einfallen»
den Kluft gingen, welche die Erze abschneidet, oder vielmehr
mir verwirft, Uebrigcns kommen nebst dieser noch mehrere an-
dere Verwerfungen t»er vor, welche überall die Regel, daß der
hangende Theil der gesessene sey, streng beibehalten. Nach dem
Verstächen unter der Sohle de« Leipoldstollens ist das Lager
nicht aufgeschlossen.
Was die Beschaffenheit der Erze betrifft, so sind diese
den Erzen vom Kommelstollcn sehr ähnlich, nur erscheinen sie
hier beinahe noch mürber und aufgelöster, so daß beim ErHauen
über zwei Drittel Glubentliin, daselbst lamm genannt, entsteht.
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Titel
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Untertitel
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Autor
- Professor Tunner
- Verlag
- Andreas Leykam'schen Erben
- Ort
- Vordernberg
- Datum
- 1841
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 18.75 x 29.69 cm
- Seiten
- 280
- Schlagwörter
- Bergbau, Bergwerk
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen