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der auf eine bedeutende Strecke stark gefärbt erscheint, und sammt
dem 4. Kasten auf einen ziemlich bedeutenden Verlust hindeutet;
wie groß übrigens der wahre Verlust sey, konnte nicht ermittelt
werden. Ueber die Dauer der Rinnen läßt sich nichts Bestimm«
tes sagen, da sie erst das ?, Jahr im Gebrauche sind; jährlich
werden bei ZWO» Ltr, Erze herabgeschwemmt, und bis jetzt gin>
gen nur jene Röhren zu Grunde, die beim Guß schon fehlerhaft
ausfielen,- in neuerer Zeit aber hat man angefangen, uon einem
untern Baue auch Stuferze herabzuschwemmen, nnd da dürften
die Rohren mehr leiden, lieber die Zweckmäßigkeit der ganzen
Vorrichtung läßt sich nichts Absolutes sagen, jedenfalls wird
durch das Herabrollen noch mehr Klein gebildet, besonders wenn
mitunter etwas festere Stnferze sich befinden; übrigens wird un-
ten das Ganze auf einen höher» Grad des Haltes concentrirt,
und dadurch wieder gewonnen. Die Herabförderung muß jeden«
falls viel wohlfeiler se»n, obwohl das ursprüngliche Unlagsea»
piral ziemlich bedeutend gewesen seyn mag. Für Grubenklein
»der Erze, die von erdigen Theilen gereinigt werden sollen, wäre
ein ähnliches Hcrabfchwemmen, keineswegs aber für Stuferze,
zu empfehlen; auch hier werden die Etuferze auf gewöhnliche»
Fuhrwägen herabgeführt.
Unter der Grünleiten, 50- 60 Lachter weiter im Liegenden
zurück, an der sogenannten Spitalalpe, aber am nähmlichen Ge<
dirgsabhange, befinden sich nebst mehreren Ausbissen zwei nicht
unbedeutende Baue auf einem Erzlager, welches von dem bisher
betrachteten große Verschiedenheit zeigt, sowohl in Beschaffenheit
der Erze, wie in deren Einlagerung,
Der eine von diesen Bauen ist der Constantinstollen, welcher
gerade unter einem mächtigen Ausbisse angesteckt ist, und nahe
nach dem Streichen des Lagers geht, welches hier St. 8 ist, und
sich bei, 30—35 Grad nach St, >2 verflacht. Da« Liegend ist
Gneiß, auf dem dann Kalk liegt, und im Hangend liegt unmittel-
bar auf den Erzen ein schwarzer glimmeriger Thonschiefer, auf
welchem als eigentliches Hangend, der Kalk liegt, und worauf
dann wieder Gneiß folgt. Die dnrchschnittliche Mächtigkeit be<^
trägt zwischen 3—4 kachter. Die hier brechenden Erze sind mei-
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Titel
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Untertitel
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Autor
- Professor Tunner
- Verlag
- Andreas Leykam'schen Erben
- Ort
- Vordernberg
- Datum
- 1841
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 18.75 x 29.69 cm
- Seiten
- 280
- Schlagwörter
- Bergbau, Bergwerk
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen