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abflieffen kann. Würde man stch früher von dem Niedergehen der
Lagerstätte mittels eines Gesenkes überzeugen, so wäre es für
de» weitern Fortbestand dieses Bergbaues sehr rathsam, diese»
Stollen weiter fort zu betreiben, da die Vrzmittel in den obern
Sohlen nicht mehr gar mächtig anstehen, um unbesorgt fort Erze
«hauen zn können.
Die hiesige Erzmassc besteht größten Theils aus Brauneisen-
stein, der oft ein glimmcriges Aussehen hat; doch gibt es auch
viele Weißerze, und letztere sind häufig mit Schwefel, seltener
mit Kupferkies verunreinigt, besonders nahe am Liegend und
Hangend,
Man baut die Erze mittels Querstraßen ab, welche man von
dem Auslangen, das entweder in der Mitte oder mehr am Liegen-
den, je nach der größern oder geringern Mächtigkeit, geführt ist,
austreibt; das Liegend macht oft starke Niegunge», und da muß
man auch im letzter» Falle gegen das Liegend Querstraßen schla-
gen. Die Neisatzbcrge gewinnt man theils beim Abbau selbst,
theils aber von Liegend- und Hangendschlägen, nnd setzt will
man sich zu dem Ende eine Nergmühle »»rrichten; mitunter «er-
den anch in dem alten Mann Hosfnunnsschlüge getrieben, um ste-
hen gelassene Erzkräaen zu gewinnen. Die Förderung geschieht
im untern Förderstollen mit gewöhnlichen Spurnagelhnndcn, uud
in de» Abbaustraßen bis zn de» Sturzschutten mit Lauftruheu,
Auf der Halde werden die Erze noch geschieden nnd durchqerebt.
Der Centner Erze soll sammt Förderung, Zimmerung und Ver-
setzung 19 bis 22 kr. CM. kosten, wovon nahe die Hälfte auf
Stollenforderung, Versttzuug und Zimmerung kommt. Monathlich
sollen 4 Mann <2N Fuder ,', 6 Zentner erHauen, zwei Förderer
bis zu den Sturzschuttcn benöthigen uud haben pr. Fuder 30 kr.
Con», Münze Geding, Das jährlich erhauene Quautum dürfte
»n 9UMN Ctr, betragen.
Vom Geißberge südöstlich weiter, wo man Übertags theil«
Kalk, theils Glimmerschiefer sieht, der in der Regel immer ein
südliches Einfallen zwischen Lt. 12 und >3 hat, gelangt mau in
beiläufig einer halben Stunde zn de» Bergbauen in der Olsa am
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Titel
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Untertitel
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Autor
- Professor Tunner
- Verlag
- Andreas Leykam'schen Erben
- Ort
- Vordernberg
- Datum
- 1841
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 18.75 x 29.69 cm
- Seiten
- 280
- Schlagwörter
- Bergbau, Bergwerk
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen