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neu, aber uicht zu Ende gebrachten Unterbaue auf dcr Löllinger
Leite als nächster Beweis angeführt werden können. In der Nähe
des Abendschlägerlagers, dessen liegen» zu, ist nicht nur ein se>
ster Schieferliil zn beleuchten, sondern die Erze dieses Lagers ha-
be» vorzugsweise das glimmerige Aussehe» dcr Erze des hiesigen
Bergbaues; nm 40 Lach!« saiger höher, in der Hüller, kömmt
ebenfalls ein Schieferkcil von einigen Lachten, Mächtigkeit vor,
der sich nach unten ausfeilet, und andere kleinere Schicferblättcr
sind an verschiedenen Stellen des Hauptlagers zu treffen. In der
Teufe geht auch das Abendschlägerlager in Wcißerz über.
Auffallend erscheint im ersten Augenblicke, daß die hiesigen
Erzmiitel den Bergrücken in ihrer größten Mächtigkeit durch-
setzen, weil an andern Orten gewöhnlich das Gegentheil Statt
findet; allein man mnß berücksichtigen, daß ungeachtet der im
Horizonte des Löllingcr Vrbswllens bei lt!W lachier beiraaenden
Erstreckung im Streichen der darüber befindliche Bergrücken kaum
mehr als ION Lachtcr saiger erhaben Ist. Dem Verflachen nach
fangen die meisten Erzmiltel, wie ans dem Angeführten erhellt,
bereu« auf der Ecchlc des Löllingcr Erbstollens an, successive in
Wcißerze überzugehen, und theilwei!e keilen sie sich schon ganz
aus, wie z. N. das s» mächtige erste Haügendlager auf Seite
Hüttenberg. Es ist daher wohl laum zu zweifeln, daß der nm
einige vierzig Lachter tiefer angesetzte Blasicrbstollen, und noch
melir die zwei tiefer begonnenen Unterbaue, welche sämmtlich im
Scbicfer anstehen, nur mehr Weißerze treffen werden, wenn sich
überhaupt die Erze so tief niederlassen, was erst zn erwarten ist;
ganz bergmännisch ist deßhalb die Vorsicht, welche man gegen«
wärtig beobachten will, sich nähmlich vorerst in den umgehenden
Tiefbauen des eingebrachte» Erbstollens zn überzeugen, ob und
wie die Erze gegen die Sohle des begonnenen Nlasierbstollens
niedersetze», bevor dessen Feldort nach dem noch weit entfernten
Ziele fortgetrieben wird.
Außer dem bisher erörterte» Unterschiede zwischen den vor»
kommenden Braun- und Neißerzen findet auch in deu Brauner-
zen selbst wieder eine mehrfache Verschiedenheit Statt, die theils
durch beigemengte Bergarten und Verunreinigung mit schädliche»
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Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Titel
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Untertitel
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Autor
- Professor Tunner
- Verlag
- Andreas Leykam'schen Erben
- Ort
- Vordernberg
- Datum
- 1841
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 18.75 x 29.69 cm
- Seiten
- 280
- Schlagwörter
- Bergbau, Bergwerk
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen