Seite - 132 - in Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann - Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
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Wcmengtheilen, theils durch den chemischen Zustand des eigentli«
che» Eisenerzes selbst herbeigeführt wird. Die besten reinsten Erze
zeichnen sich durch einen milden blutrothen Strich aus, und lassen
keine beigcmeugtcn Vergärten erkennen; sie kommen oft in Nhom-
boedern krystallisirt mit Manganübcrzügen, oder in rhomboedri-
schen Ablösungen vor, — Treibach, Moßinz und Heft besitzen am
meisten davon. Von etwas minderer Qualität sind die Braunei-
sensteine mit rothbraunem und gelblichem Strich, die gewöhnlich
auch viele Glasköpfe miifnhren, weniger späthige Tel'tur zeigen,
zwar oft die schönsten Mangallbildungen in Drusen haben, bei
allem Dem aber mehr strengflnssig sind, — Lölling besitzt am mei»
sten von diesen Erzen, Unter den eingemengten Vergärten macht
sich besonders der Glimmer sichtlich, welcher den Erzen oft ein
sehr glimmerige« Ansehen gibt, eine Gattung, die in der Nähe
von Schieferblättern in den verschiedenen Revieren zerstreut vor-
kömmt. Als schädliche Beimengung ist vorzugsweise nur der Schwer»
spüth zu nennen, welcher oft mit den schönsten Erze», glücklicher
Weise aber in mehr größern, ausgeschiedenen Partien vorkömmt,
wo er dann nicht bloß von den Erzen leicht auszuhalten ist, son-
dern für sich ein Gegenstand der Gewinnung und des Absatzes an
die Nleiweißfabriken wird, wie diese« besonders im Hüttenberger,
weniger im Löllinger Reviere der Fall ist, da er im letztern lei-
der in weniger großen Partien vorkömmt; die Verunreinigung
durch Kiese ist in den Braunerzen natürlich nicht mehr kenntlich.
Der technische Netlieb ist, wie man es bei dem ungeheuern
Erzreichthum schon zum Theil erwarten dürfte, nicht besonders
musterhaft, denn wo man's mit so ungeheuern Maßen zu thun hat,
ist man mit deren Gebahrung weniger sparsam. In früherer Zeit
war der Abbau natürlich Zechenbau, wie überall; gegenwärtig
ist zwar allenthalben der Querbau eingeleitet, allein immer noch
sieht man die Neigung zum Zechenbau, indem hänfig den bessern,
mürben Erzen zur Seite oder auf» und niederwärts nachgegan-
gen wird, überhaupt die Querstraßen nicht sehr ordentlich geführt
werden. Die Steine zn den Nersatzmauern in den »usgehauten
Querstraßen werden aus den Querschlagen in den festen Kalk«
initteln gewonnen, und zur Ausfüllung zwischen den Nersahmauern
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Titel
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Untertitel
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Autor
- Professor Tunner
- Verlag
- Andreas Leykam'schen Erben
- Ort
- Vordernberg
- Datum
- 1841
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 18.75 x 29.69 cm
- Seiten
- 280
- Schlagwörter
- Bergbau, Bergwerk
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen