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neu. Auch im alten Mann solleil noch viele solche Erzmittel gefunden
werden, wie dieß bei den Bauen der Alten allenthalben der Fall
ist. Durch einen geregelten Querdau, wie selber schon vur mch«
reren Jahren projcctirt worden seyn soll, würde gewiß recht vor-
theilhafl die Erzgewinnung eingeleitet werden können, da man
nicht nur allein kein Erzmitlel übersehen, sondern auch die nöthi-
gen Versatzberge aus den tauben Zwischenblättern und dem alten
Mann in gehöriger Menge gewinnen tonnte. — Die Stollenförde-
rung geschieht mit ungarischen Hunden.
Das morgenseitige oder Antoni - Revier enthält ebenfalls
viele alte Baue, die aller Wahrscheinlichkeit nach älter, als jene
im abendseitigen Reviere sind, von denen aber gegenwärtig die
wenigsten befahrbar sind. Sehr merkwürdig ist das geognostische
Verhalten dieser Erze, welche ihrer Beschaffenheit nach sowohl
(denn es sind meist grobblätterige, schön krystallisirte Weißerze mit
vielen Drusenräumen), als auch zu Folge ihres, das geschichtete
Nebengestein gewöhnlick durchsetzende» Emfallens, entschiedene
Gänge sind; wären nicht beide Reviere so nane im selben Berge
vorhanden, würde man sich kaum getrauen, sie Einer Bildung
zuzuzählen. Es sind hier, wie man aus den alten Verhauen auf
der Karle entnehmen kann, mehrere Gänge, wovon wenigstens
Einer auch im Streichen nach Stunde 6 die Gebirgsschichtung
durchsetzt, aber eine sehr beträchtliche Mächtigkeit scheint keiner
gehabt zu haben, und aus dieser Ursache hat man nach Auffin-
dung des viel größern Erzadcls im abcndseuigen Reviere wahr-
scheinlich das hiesige nahe aufgegeben, denn erst in neuerer Zeit fing
man wieder an, dasselbe zu gewaltigen, wobei man zugleich durch
das Nachnehmen der von den Vorfahren rilckgelasseuen Schwarten
von Weißerzen Erze gewann; und durch den in letzterer Zeit gar
zu-'großartig angefangenen Antoni-Unterbau, oder vielmehr nur
Einbau, wurde gleich anfangs im vorliegenden Gebirge ein wei-
ter hinein verhauter Weißerzgang angefahren, der sich im Strei-
chen von Stund 6 nach Stund 12 wendet, nach denselben aus-
gelängt, und bereits 8 Lachicr abgeteuft, wo er beinahe saigcr
einfällt. Soll diese Lagerstätte in der Teufe anhalten, so ist nian
gesonnen, den schon früher als Unterbau dieses Reviers in gcrin-
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Titel
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Untertitel
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Autor
- Professor Tunner
- Verlag
- Andreas Leykam'schen Erben
- Ort
- Vordernberg
- Datum
- 1841
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 18.75 x 29.69 cm
- Seiten
- 280
- Schlagwörter
- Bergbau, Bergwerk
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen