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führenden Kalklagers meiste!,« mehrere parallele vorkommen,
und zwar gerade dort am liebsten, wo die einzelnen schon in
bedeutender Mächtigkeit entwickelt sind; die tauben Zwischenmit-
tel werden jedoch nicht immer von Kalk, sondern bisweilen auch
von Schieferkeilc» gebildet, welche aber !n der Regel mürber
zu seyn pflegen, als der eigentliche taube Hangend- und Liegend-
schiefer. Man soll demnach bei diesen Cisensteinbauen öfters
Querschlüge bis an den festen Liegend- und Hängend-
Schiefer treiben, um von den einzelnen oft sehr kurzen po«
rallelen Mitteln, wie von den bald in's Hangend, bald in's
Liegend ziehenden Trümmern kein bede,ttenders zn übersehen.
Dnrch dieses Verhalten, verbunden mit de« gewöhnlich bei
45 Grad beiragenden Einfallen der in Rede stehenden Erzmittel,
eignet sich als Abbau für dieselben der Seitenfirstenbau, wie er
zu Turrach ausgeübt wird, ganz besondere! gut, der keiner Ver-
satzmauer bedarf, und bei dem der Erzbau und Versatz, und
mit diesen alle Erz« und Bergfördernng, nur nach abwärts ge>
schieht; wo mau es hingegen meist mit dem Nachnehmen der al-
ten Erzkrägen zu ihm, h»i, ist der Querbau »m entsprechendsten.
Was endlich die Beschaffenheit der Erze anbelangt, so ist des
Verhältnisses zwischen den Vrann- n„d Weißerzen, den verwit-
terten und und unverwiticrten Ssiatheisensteiuen, wie der darin
vorlummcnden schädlichen Beimengungen, der Kiese, des Blei-
gtanzes, der Fahlerze, des Antimonglanzes und Schwcrspothes,
im Vorausgelaffenen schon gedacht worden. Die «ydablern Ver-
unreinigungen, wie die verschiedenen Kiese, komineu gewöhnlich
nur in den Weißerzeu sichtlich »or, da sie bei der Braunerzbil-
dung mitzersetzt wurden; allein wo die Weißerze sehr kiesig sind,
sind immer auch die Braunerzc, wenn gleich nicht sichtbar, noch
mehr oder weniger schwefelhaltig, und dieserwegen für die Stab-
eisenbereituug dein Nöstprozeß zu unterwerfen. Stellenweise wird
der Schwefelkies so dominireud, daß er das ganze Erzmittel
unbauwürdig macht, nnd zwar nicht bloß in der Teufe, sonder»
selbst in den obern Sohle» sind derlei Mittel zu treffen; glück-
licher Weise Pflegen die mächtigste» Erzlagen die reinsten zu
seyn, in den einzelnen Bauen, wie im ganzen Zuge. Die Weiß-
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Titel
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Untertitel
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Autor
- Professor Tunner
- Verlag
- Andreas Leykam'schen Erben
- Ort
- Vordernberg
- Datum
- 1841
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 18.75 x 29.69 cm
- Seiten
- 280
- Schlagwörter
- Bergbau, Bergwerk
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen