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daß teilweise diese Flammen von solcher Eisenqualität waren,
die sie selbst für andere Zwecke unbrauchbar machte, was hieraus
zu entnehmen ist, daß im Durchschnitte der Ausschuß (nahment»
lich wegen Roh» und Kallbruch) von 15 bis 20 Procent betrug.
Kurze Zeit hierauf, nachdem die Schweißung im Fuchs an-
gewendet wurde, war durch die eigenthümliche Lonstrucnon eines
Flammofens es erreicht, die Packele unmittelbar dem Schweiß»
ofen übergeben zu können, und zwar in beliebiger Größe und
Gewicht,
Die wesentlichsten Veränderungen bestanden in der Lage und
dein Querschnitte des Fuchses, Vergrößerung des Arbeusherdes
und Erhöhung des Gewölbes ober selbem, dann der Stellung
der Arbeitsthüre, wie auch des Rostes, der, ohne seine Fläche zu
vergrößern, eine umgekehrte Richtung erhielt, indem die schmä-
lere Seite zlir Breite des Ofens kam; da nun die Heizung von
rückwärts und der Rost auf beiden Seiten offen ist, so kann
durch Ersteres das Nachschüren auf eine solche Weise geschehen,
daß immer schon entzünden? Kohle gegen die Feucrbrücke und
den größern Theil der Rostfläche kömmt, so wie es durch Letzteres
auch möglich wird, den Rost ohne Unterbrechung des Betriebes
zu reinigen. Ferner wurden auch die Klappen von den Schorn-
steinen ganz entfernt, indeni selbst das Anprellen der heißen Luft-
säule an selbe der größeren Vchemenz schon hinderlich war. Die
Bedienung des Ofei's niit dem Brennstoff erfordert jedoch getiö»
rige Aufmerksamkeit, „,,d trägt wesentlich dazu bei, ob ei» Ofen
schneller oder langsamer arbeitet. So war es denn möglich, den
größten Theil der im Jahre 1839 angekauften und verwendeten,
mehr als 34000 Etr, Sckmiedeeiscnslammen unmittelbar durch die
Schweißofen zu «erarbeiten, und über Ü3N0N Clr, Rails in die»
s<m Jahre abzuliefern, und den Bezug an fremdem Materialeisen
mit Schluß !839 ganz einzustellen.
Ein derlei Ofen consumirt in 24 Stunden l2ö Centner Stein-
lohleu, und liefert in derselben Zeit aus Packeteu, gleich »iel,
ob von Schmiede- «der Pnddlingeiseu, 60 bis 78 Etr. Rails
von der Walze weg gerechnet, mit einem Eisenvcrbraud von l6"/„
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Titel
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Untertitel
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Autor
- Professor Tunner
- Verlag
- Andreas Leykam'schen Erben
- Ort
- Vordernberg
- Datum
- 1841
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 18.75 x 29.69 cm
- Seiten
- 280
- Schlagwörter
- Bergbau, Bergwerk
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen