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LIMINA - Grazer theologische Perspektiven
Limina - Grazer theologische Perspektiven, Band 3:1
Seite - 172 -
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172 | www.limina-graz.eu Anna-Christina Kainradl und Ulla Kriebernegg | „They say we messed it up. Killing the planet ...“ hier erzählten Gerontozids. Im vorliegenden Beitrag soll das Augenmerk darauf gelegt werden, wie Atwoods Text Aspekte der Generationengerech- tigkeit in Zusammenhang mit dem Klimadiskurs thematisiert. Dabei wer- den die daraus gewonnenen Erkenntnisse in den weiteren Zusammenhang der klimaethischen Diskussion gestellt. Die in der Kurzgeschichte verwen- deten Repräsentationen alter Menschen sowie die Thematisierung von de- ren Schuld für den anthropogenen Klimawandel werden als Anregungen für einen Klimadiskurs gedeutet, in dem Fragen der Verantwortung, der Wiedergutmachung und der Schuld eine wichtige Rolle spielen. Abschließend werden Überlegungen für einen Klimadiskurs formuliert, der eine Instrumentalisierungsgefahr in Situationen der Ressourcenknapp- heit sowie in der Suche nach Schuldigen wahrnimmt, der Wechselwirkun- gen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Diskursen ernstnimmt und gerade deshalb gesellschaftsübergreifend gegen eine Klimakatastrophe wirksam werden kann. Dabei ist klar, dass einfache Schlussfolgerungen und Vergleiche von fiktionaler auf gesellschaftliche Wirklichkeit zu kurz greifen und weder dem Text noch der gesellschaftlichen Wirklichkeit ge- recht werden. Durch eine literaturwissenschaftliche und narrativ-ethische Textinterpretation aus alternswissenschaftlicher Perspektive werden ste- reotype Repräsentationen des Alters und alter Menschen offengelegt, die sich auch in gesellschaftlichen Diskursen wiederfinden können. Mit dem vorliegenden Artikel soll für kulturell konstruierte und oftmals diskrimi- nierende Altersbilder im gesellschaftlichen Klimadiskurs sensibilisiert und zu einer kritischen Analyse ebendieses Diskurses aus alternswissenschaft- licher Sicht ermuntert werden. Wenn die Umweltkatastrophe zur Metapher wird: Zur Entstehung von „grauen Fluten“ und „silbernen Tsunamis“ Debatten über die „Überalterung“ der Gesellschaft, die Leistbarkeit des Pensionssystems und den „Pflegenotstand“ finden zeitgleich zum Klima- schutz-Protest statt. Intertextuelle Bezüge werden unweigerlich herge- stellt und beeinflussen die mediale Rhetorik sowie die Sprachbilder der De- monstrantInnen. Wenn der „demografische Wandel“ mit Metaphern wie Es geht um eine Sensibilisierung für kulturell konstruierte und oftmals diskriminierende Altersbilder im gesellschaftlichen Klimadiskurs.
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Limina Grazer theologische Perspektiven, Band 3:1
Titel
Limina
Untertitel
Grazer theologische Perspektiven
Band
3:1
Herausgeber
Karl Franzens University Graz
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 4.0
Abmessungen
21.4 x 30.1 cm
Seiten
222
Kategorien
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