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Deportiert nach Mauthausen, Band 2
Seite - 443 -
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443«Dieser Weg war vielleicht mein furchtbarstes Erlebnis.» | tenwechsels in Rumänien setzte Horthy am 25. August 1944 eine neue Regierung unter Géza Lakatos ein, die geheime Waffenstillstandsverhandlungen mit der Sowjetunion aufnahm. Nach der Erklärung des Waffenstillstands über den ungarischen Rundfunk zwangen die Deutschen Horthy und die Regierung Lakatos am 15. Oktober 1944 je- doch zur Abdankung.39 Die Regierung übernahm Ferenc Szálasi, der Führer der un- garischen faschistischen Pfeilkreuzler, der die Deportationen erneut aufnehmen ließ. Zwischen dem 6. November und dem 1. Dezember 1944 wurden über 76.000 unga- rische Juden  – Zwangsarbeitsverpflichtete aus ungarischen Betrieben, Arbeitsdienstler der ungarischen Armee sowie Juden aus Budapest, die von der ersten Deportations- welle im Frühjahr/Sommer 1944 verschont geblieben waren  – an das Deutsche Reich übergeben.40 Während ein Großteil der Arbeitsdienstkompanien die damalige deutsch- ungarische Grenze per Bahn erreichte, war die Deportation der als arbeitsfähig einge- in Randolph L. Braham (Hg.) : The Destruction of Hungarian Jewry. A Documentary Account, New York 1963, S. 481. 39 Dabei drohten die Deutschen Horthy an, beim geringsten Anzeichen des Widerstandes seinen zuvor in das Konzentrationslager Mauthausen entführten Sohn zu erschießen. 40 Vgl. Gerlach/Aly, Das letzte Kapitel, S. 10 u. 366 f. Zum Arbeitseinsatz der ungarischen Juden auf dem Gebiet des heutigen Österreich siehe vor allem Lappin-Eppel, Ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter. Vgl. auch u. a. Szita, Verschleppt, verhungert, vernichtet. Abb. 1: Budapest, Oktober 1944 : Ungarische und deutsche Soldaten treiben verhaftete Juden ins Stadttheater. Das Foto stammt von einer Propagandakompanie der Wehrmacht (© Bundesarchiv, Bild 101I-680-8285A-26). Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Deportiert nach Mauthausen Band 2
Titel
Deportiert nach Mauthausen
Band
2
Autoren
Gerhard Botz
Alexander Prenninger
Regina Fritz
Herausgeber
Melanie Dejnega
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21216-4
Abmessungen
16.8 x 23.7 cm
Seiten
716
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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