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Deportiert nach Mauthausen, Band 2
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Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr Der lange Weg Weibliche Häftlinge im KZ-System Mauthausen Einleitung Das KZ Mauthausen galt und gilt als «klassisches» Männerlager  – und dies nicht unbe- gründet, richten wir den Blick auf die Häftlingszahlen : Von den rund 190.000 Perso- nen, die im KZ System Mauthausen (Stammlager und Außenlager) in den Jahren 1938 bis 1945 inhaftiert waren, waren Schätzungen zufolge rund 8500 Frauen, also lediglich 4,25  Prozent. In den über 40  Außenlagern waren nur in fünf Lagern Frauen zur Zwangs- arbeit gefangen gehalten, teilweise in geringer Zahl.1 Mauthausen war von der SS als Männerlager konzipiert, wie die späte Führung eines eigenen Frauenzugangsbuch (mit eigener Nummernserie) ab dem 15. September 1944 zeigt. Zu diesem Zeitpunkt kamen erstmals größere Frauentransporte in die Außenlager Hirtenberg und Lenzing. Erst ab Ende Jänner 1945 wurden Frauen in größerer Zahl im Stammlager untergebracht, bis dahin war dieses entweder ein Durchgangslager oder ein Hinrichtungsort für Frauen. Mit Ausnahme der Sexzwangsarbeiterinnen beschränkt sich somit die Geschichte der Frauen im Stammlager Mauthausen großteils auf die letzten Monate vor Kriegsende. Die Erforschung der Geschichte weiblicher Häftlinge im Konzentrationslager Mauthausen und seiner Außenlager ist noch ein sehr junges Forschungsgebiet. Zwar war die Internierung auch von Frauen im Männerlager bekannt und es wird in allen einschlägigen Büchern zum KZ Mauthausen auf sie verwiesen, dennoch wurde ih- nen über Jahrzehnte nur äußerst geringe Aufmerksamkeit geschenkt. Die Publikation von Andreas Baumgartner aus dem Jahr 1997 trägt daher zu Recht den Titel «Die vergessenen Frauen von Mauthausen».2 Zwischenzeitlich sind einige Publikationen erschienen, die sich ausführlicher weiblichen Häftlingen im KZ Mauthausen wid- 1 So z. B. im Schloss Mittersill insgesamt 16  Frauen, davon neun im Außenkommando Schloss Lannach ; in St. Lambrecht 23  Frauen ; vgl. Andreas Baumgartner : Die vergessenen Frauen von Mauthausen. Die weiblichen Häftlinge des Konzentrationslagers Mauthausen und ihre Geschichte, Wien 1997, S. 127–139 bzw. 221. Eine Neuauflage dieses Buches erfolgte 2006, die sich aber inhaltlich von der Erstausgabe nicht unterscheidet. 2 Baumgartner, Die vergessenen Frauen. Die vermutlich erste Abhandlung über Frauen in Mauthausen ist der in der Mauthausenforschung bislang kaum rezipierte Artikel des US-Offiziers und Soziologen Herbert A. Bloch über die psychische Situation der weiblichen Häftlinge des Außenlagers Lenzing un- mittelbar nach der Befreiung ; vgl. Herbert A. Bloch : The Personality of Inmates of Concentration Camps, in : The American Journal of Sociology 52.4 (1947), S. 335–341. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Deportiert nach Mauthausen Band 2
Titel
Deportiert nach Mauthausen
Band
2
Autoren
Gerhard Botz
Alexander Prenninger
Regina Fritz
Herausgeber
Melanie Dejnega
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21216-4
Abmessungen
16.8 x 23.7 cm
Seiten
716
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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