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Deportiert nach Mauthausen, Band 2
Seite - 465 -
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465Der lange Weg | tisanen kommen, um uns zu befreien.› Wir haben keinen einzigen zu Gesicht bekommen /. Sodass wir dort gelandet sind/, weil wir in diesem Viehwaggon da steckten, übel zugerichtet, dass /. zu vielen, man machte alles/. hin und wieder ließen sie einen aussteigen, sie mussten nämlich ausleeren /. aber die Hoffnung, weil er, wie mir scheint, über den Brenner fuhr, die Hoffnung war, dass die Partisanen kommen, aber die Partisanen sind nicht erschienen, und wir sind in Mauthausen gelandet.» [An späterer Stelle im Interview fährt sie fort ; Anm. die Autorinnen] : VF : «Wie viele Tage hat diese Fahrt gedauert ?» MF : «Ich kann es Ihnen nicht sagen, weil wir dort gar nichts mitbekommen haben, das hat schon gereicht. Dann haben wir in Wien gehalten, in Wien mussten wir/ dann sind wir, jetzt haben sie nämlich/. die ganze Dings da, die Donau entlang, bis nach Mauthausen zu Fuß gehen.» VF : «Zu Fuß.» MF : «Mit dem Koffer, bis nach Mauthausen.» VF : «Ihr seid also in Wien angekommen, aber von Wien weg seid ihr noch eine Strecke mit dem Zug gefahren ?» MF : «Nein, nein, alles zu Fuß.» VF : «Alles zu Fuß ? Von Wien weg ?» MF : «Ja.»31 Wie bereits erwähnt, wurden die Italienerinnen nicht in Mauthausen registriert. Aus- genommen hiervon sind vier Frauen, die, aus dem Il-Coroneo-Gefängnis in Triest kommend, nach dreitägiger Fahrt am 30. Jänner 1944 in Mauthausen eintrafen. Es handelte sich hierbei um einen Transport von rund 80  Häftlingen, die im Mauthau- sener Männerzugangsbuch unter den Nummern 50.923 bis 50.926, auch die Frauen, registriert wurden.32 Mindestens drei Frauen, die in der Liste von Tibaldi angeführt sind, waren zwei Mal in Mauthausen : das erste Mal unmittelbar nach der Verhaftung, das zweite Mal im Zuge der Lagerevakuierungen aus Auschwitz oder Ravensbrück kommend. Wie auch Italo Tibaldi betont, ist diese Liste keineswegs vollständig. Davon zeugt auch die Verfolgungsgeschichte der Italienerin Carla Martini, die in der Liste Tibaldi nicht auf- scheint : Ebenfalls am 13. März 1944 in Venedig verhaftet, wurde sie mit mindestens fünf weiteren Frauen  – wie die Nachforschungen von Viviana Frenkel ergaben  – zu- nächst nach Bozen und dann im Juli 1944 nach Mauthausen deportiert, von wo sie zur zivilen Zwangsarbeit nach Linz und schließlich nach Grein überstellt wurde.33 31 AMM, MSDP, OH/ZP1/007, Interview Fugazza. 32 Schriftverkehr Tibaldi  – Baumgartner und AMM, Y/36 : Häftlingszugangsbuch der Politischen Abteilung im Stammlager Mauthausen. 33 AMM, MSDP, OH/ZP1/005, Interview mit Carla Liliana Martini, Interviewerin : Viviana Frenkel, Zanè, 1. 6. 2002. Aus dem Interview mit Carla Martini geht nur hervor, dass sie und ihre Schwester Teresa auch in Grein Zwangsarbeit leisten mussten. Ob dies auch für die anderen von Frenkel eruierten Frauen gilt, Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Deportiert nach Mauthausen Band 2
Titel
Deportiert nach Mauthausen
Band
2
Autoren
Gerhard Botz
Alexander Prenninger
Regina Fritz
Herausgeber
Melanie Dejnega
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21216-4
Abmessungen
16.8 x 23.7 cm
Seiten
716
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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