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Der Filmkomponist Max Steiner - 1888 - 1971
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;9Ö 2. Das Leben von Max Steiner Bankrotts. Aufgrund der hohen Verluste (im Jahr 1933 fast 11 Mio. US-Dollar) wurde die Firma am 23. Januar 1933 unter Zwangsverwaltung gestellt. Etliche Filmprojekte wur- den begonnen und lagen dann unvollendet auf Eis. Cooper war eigentlich angeheuert worden, möglichst viel dieses brachliegenden Filmmaterials zu verwenden und billig si- chere Kassenerfolge zu produzieren. Er trug aber eine völlig andere Idee mit sich he- rum. Ein paar Jahre zuvor hatte er die Geschichte eines Riesenaffen gehört, der von einer einsamen Insel nach New York gebracht wurde. Diese fantastische Geschichte wollte er verfilmen. Der bekannte und seinerzeit auch von RKO beschäftigte Krimiautor Edgar Wallace (eigentl. Richard Horatio Edgar Wallace, 1875—1932) sollte das Buch schreiben, starb jedoch während der Arbeit daran. Der Regisseur sollte abermals Ernest Schoedsack sein, dessen Frau Ruth Rose neben James Creelman dann das endgültige Drehbuch ver- fasste. Der Beginn der Dreharbeiten überschnitt sich mit der Produktion von The Most Dangerous Game. So konnten für die Dschungelszenen das Set und teilweise die Modelle der Vorproduktion genutzt werden — einer der Punkte, weswegen Cooper überhaupt die Erlaubnis zu diesem waghalsigen Projekt bekam. Als der Präsident von RKO, B.B. Ka- hane155, bei einer ersten Preview den Film sah, noch ohne Musik und Geräusche, war er äußerst skeptisch und wollte unter keinen Umständen noch mehr als die inzwischen auf $ 672.000 angewachsenen Produktionskosten ausgeben. Schon gar nicht für die Musik. So gab er Steiner die Anweisung, Musik aus dem Fundus zu verwenden. Der Produ- zent Merian C. Cooper wusste, dass die Musik der Schlüssel für die Glaubwürdigkeit des Films war, und bot Steiner an, jede Summe zu bezahlen, die er für die Musik brauche. Max Steiner, der in dieser phantastischen Geschichte großes Potenzial auch für gewagte musikalische Ideen sah, war neben Cooper mehr oder weniger der Einzige, der an einen Erfolg des Filmes glaubte. „It was made for music. It was the kind of film that allowed you to do anything and everything, from weird chords and dissonances to pretty melodies. When the picture was completed, the Studio bosses were very sceptical about it and doubtful that the public would take to it. They thought the big gorilla looked unreal and too mechanical. In fact, they didn't want to waste any more money on it and told me to use old tracks. Merian C. Cooper, the producer, then came to me and asked me to score it to the best of my ability and that he would pay for the orchestra."is6: 155 Benjamin B. Kahane, geb. im Oktober 1912, gestorben i960; er war vom September 1959 bis zu seinem Tod Präsident der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. 156 Tony Thomas: Interviews. S. 10.
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Der Filmkomponist Max Steiner 1888 - 1971
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Der Filmkomponist Max Steiner
Untertitel
1888 - 1971
Autor
Peter Wegele
Ort
Wien
Datum
2012
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
302
Schlagwörter
Film Music, Biography, Cinema, Musical science, Musicology, History of Music
Kategorie
Biographien
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Der Filmkomponist Max Steiner