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Der Filmkomponist Max Steiner - 1888 - 1971
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256 6. Anhang Hunchback ofNotre Dame, They Shall Haue Music, The Rains Came und Wutherin? Heights. Die Auszeichnung ging weder an ihn noch an Steiner, der ja mit Gone With the Wind ange- treten und, wie bereits erwähnt, leer ausgegangen war. Übrigens vertrat Newman ebenso wie einige anderen Kollegen die Ansicht, dass Steiner in diesem Jahr den Oscar verdient hätte.173 Gleich Max Steiner hat es Newman in seinen Partituren immer wieder geschafft, source music kunstvoll mit seiner eigenen zu vermischen. So wie Steiner die Erkennungsmelo- die für Warner schrieb, so komponierte Newman die berühmte Fanfare für Fox. Wie Stei- ner und Korngold gilt auch Newman als begabter Melodiker, der ebenso wie die anderen beiden in Leitmotivtechnik den Personen seiner Filme entsprechende Motive zuwies und diese verarbeitete. Allerdings hat Newman neben seiner Verwendung von Leitmotiven eine spezielle Filmmusiktechnik etabliert, die sogenannte mood technique. Er hat sein Verständ- nis, wie man Filmmusik im Sinne der Moodtechnik einsetzt, anhand seiner Musik zu dem Film The Song ofBernadette (1943) folgendermaßen erläutert: „I ... wrote music I thought would describe this extraordinary experience of a young girl ... And it was important that it expresses her reaction, not ours.":•'274 Oft werden Steiner und Newman als Protagonisten der jeweiligen Schule genannt, Stei- ner als Vertreter der Leitmotivtechnik, Newman als Vertreter der Moodtechnik, wobei beide hierbei quasi als Antipoden gelten.175 Die Autorin de la Motte-Haber hingegen spricht die Urheberschaft der Moodtechnik Korngold zu, da sich diese auf ein Prinzip der Oper gründe, dem „Prinzip komponierter Affektsituationen".2?6 Fritz Güttinger er- klärt diese, indem er auf den Stummfilm verweist, da er dort und in der Oper Parallelen in der wechselseitigen Beziehung von Handlungsebene und Musikebene sieht. „Wie in einer Oper löst auch beim Stummfilm ein Stimmungsmoment das andere ab, ohne dass man allzu sehr auf einen Zusammenhang achtet. Stimmungen werden anei- nandergereiht, als solche ausgekostet und ohne den Umweg über das Wort verstanden; der Zuschauer lässt sich ganz vom Gefühl tragen."277 273 Vgl. Tony Thomas: Film Score — The View from the Podium. S. 130. 274 Zit. in: Claudia Bullerjahn: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. Wißner Verlag. Augsburg, 2001. S. 87. 275 Vgl. Georg Maas/Achim Schudack: Musik und Film — Filmmusik. Schott Verlag. Mainz, 1994. S. 275, 276 oder Bullerjahn, S. 74 ff. und S. 83 ff 276 Emons und la Motte-Haber. Zit. in: Bullerjahn. S. 84. 277 F. Güttinger. Zit. in: Bullerjahn. S. 84.
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Der Filmkomponist Max Steiner 1888 - 1971
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Der Filmkomponist Max Steiner
Untertitel
1888 - 1971
Autor
Peter Wegele
Ort
Wien
Datum
2012
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
302
Schlagwörter
Film Music, Biography, Cinema, Musical science, Musicology, History of Music
Kategorie
Biographien
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