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Der Filmkomponist Max Steiner - 1888 - 1971
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258 6. Anhang Ahnlich Steiner hat auch Waxman eigene Musik in anderen Filmen wiederverwertet, so in Hitchcocks Film Rear Window, 1954, wo er Musik aus Elephant Walk und A Place In Ihe Sun verarbeitete. Auch er war Head Of Music Department, bei Universal, auch er komponierte eine Fanfare, die von MGM. Wie Newman hatte auch Waxman, anders als Steiner, noch andere Aktivitäten neben der Arbeit als Filmkomponist. So rief er 1947 das Los Angeles International Music Festival ins Leben. Er schrieb konzertante Bühnen- werke, unter anderem ein Oratorium für seine verstorbene Frau. Während Steiner in sei- nen letzten Lebensjahren darunter litt, dass man seine Musik nicht mehr wollte, starb Waxman im Alter von 60 Jahren auf dem Höhepunkt seiner schöpferischen Kraft. Hugo Friedhofer Hugo Wilhelm Friedhofer hat sich vor allem als Instrumentierer einen großen Namen gemacht. Er setzte 15 Filmmusiken von Korngold in Partitur und über 50 von Max Stei- ner. Er war so erfolgreich als orchestrator, dass er keine Angebote bekam, eigene Film- musiken zu komponieren, obwohl er sich selber in erster Linie als Komponist verstand. Durch Empfehlung von Alfred Newman schrieb er 1937 seine erste große Filmmusik zu dem Film Ihe Adventures of Marco Polo. Newman stellte ihn 1942 als Komponist bei 2Oth Century Fox ein. An diesem Punkt beschloss Friedhofer, nur mehr als Komponist zu arbeiten. Nur für Steiner und Korngold machte er Ausnahmen und orchestrierte wei- terhin deren Filmmusiken. Abgesehen von seinen Instrumentationsfähigkeiten gilt er als Komponist, der für alle Genres schreiben konnte. So finden sich in seiner Musik ebenso Merkmale der europäischen Spätromantik, Tonmalerisches und Impressionistisches wie Elemente der amerikanischen Symphonik, die auf eine stilistische Nähe zu Aaron Cop- land weisen. Seine Arbeitsweise war der Steiners oder Korngolds sehr ähnlich. Auch er schrieb nach mehrmaligem Betrachten des Films seine Musik auf drei- bis fünfteilige Skizzen, wobei seine Skizzen so detailliert waren, dass man sie, nach seinen eigenen Wor- ten, nur noch abzuschreiben brauchte.179 Ahnlich wie Max Steiner litt Friedhofer am Ende seiner Karriere darunter, dass die großen sinfonischen Filmmusiken nicht mehr ge- fragt waren. Als 1974 die Musik zu dem Film Shafi den Oscar für die beste Musik bekam (best score), stellte Friedhofer die provozierende Frage: „What score?"180 279 Vgl. dazu: Marko Ikonic: Hugo Friedhofer — ein Gigant unter Zwergen, Teil 2 unter www.cinemusik. de 280 Vgl. Tony Thomas: The View from the Podium. S. 69.
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Der Filmkomponist Max Steiner 1888 - 1971
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Der Filmkomponist Max Steiner
Untertitel
1888 - 1971
Autor
Peter Wegele
Ort
Wien
Datum
2012
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
302
Schlagwörter
Film Music, Biography, Cinema, Musical science, Musicology, History of Music
Kategorie
Biographien
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