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Mobile Culture Studies The Journal
Mobile Culture Studies - The Journal, Band 4/2018
Seite - 142 -
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142 Mobile Culture Studies. The Journal 4 2o18 Stefanie Bürkle | Identität durch Architektur Schnittstelle zwischen der Recherche-, Reise- und Auswertungsphase dar, denn sie schafft Relationen über biografische, räumliche Bezüge hinaus. Ausstellung als Wissensraum Sowohl in der Auswertung der Material- ien als auch in der Präsentation der Ergeb- nisse führt der transdisziplinäre Ansatz zur gegenseitigen Bereicherung beider Untersu- chungstrategien. Die Forschungsergebnisse werden im künstlerischen und im wissen- schaftlichen Kontext durch Publikation und Ausstellung vermittelt. Unterschiedlichen Präsentations- und Diskussionsrahmen sowie unterschiedliche Ausstellungsorte (Berlin, Istanbul, Straßburg) ermöglichen die Betrachtung der Thematik auf Ebenen unterschiedlicher Tiefe aus verschiedenen Blickwinkeln. Durch den multimethodischen Ansatz können raumanalytische und migrations- soziologische Fragestellungen von den beteil- igten Disziplinen mit neuen Blickwinkeln diskutiert werden. Als Plattform für diesen Austausch wurden in Berlin im Haus der Kulturen der Welt zwei Infopanel in der Ausstellung veranstaltet. Im Rahmen zweier Einzelausstellungen (im Haus der Kulturen der Welt und in Salt, einer Kulturinstitution für zeitgenössisches Kunst in Istanbul) wird das empirische Mate- rial der Feldforschung von mir in ein künstlerisch, sinnlich erlebbares Konzept eingearbeitet und sowohl für Fachpublikum als auch für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Durch die Präsentation der Ergebnisse eines solchen Kunstforschungsprojektes in Form von Ausstellungen im Kontext von Kunst und Kultur werden einer über das Fachpubli- kum hinausgehenden großen Öffentlichkeit aus ungewöhnlichen Blickwinkeln Zugang zu gesellschaftlich relevanten Themen ästhetisch und sinnlich ermöglicht. Bilder, Forschungstexte und Diskurse werden schließlich in einer künstlerisch/wissenschaftlichen Publikation anstelle eines klassischen Ausstellungskataloges vereint. Dabei ist entscheidend, dass es sich nicht um einen didaktisch vermittelnden oder rein wissensorientierten Ansatz des Ausstellens handelt, sondern um ein offenes Kunstwerk im Sinne Umberto Ecos. Unserem abendländischen ästhe- tischen Bewusstsein, das unter »Werk« eine personale Produktion versteht, die unabhängig von der Verschiedenheit der Auffassung ihre Physiognomie eines Organismus behält (Eco 1973, 56), stellt Eco das offene Kunstwerk oder Kunstwerke in Bewegung entgegen. Diese sind unter anderem »gekennzeichnet durch die Einladung, zusammen mit dem Hervorbringer das Werk zu machen« (Eco 1989, 139). Den hier deutlich werdenden Unterschied von Kunst und Abb. 7: Topologische Matrix ©Stefanie Bürkle/VG Bild-Kunst Bonn 2011
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Mobile Culture Studies The Journal, Band 4/2018
Titel
Mobile Culture Studies
Untertitel
The Journal
Band
4/2018
Herausgeber
Karl Franzens University Graz
Ort
Graz
Datum
2018
Sprache
deutsch, englisch
Lizenz
CC BY 4.0
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
182
Kategorien
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