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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 DerVatersagt ,Liebe‘ inunendlichvielenKlangfarbenundzeugt insichdasWort,das Liebeist,denSohn;undderSohnalsder,derer ist,nämlichWiderhalldesVaters,sagt ,Liebe‘undkehrt zumVaterzurück!“25 DieBildsprache scheint vorerst einmal klassisch zu sein: sie umfasstGott und das „Himmelreich“ in ihmauf der einen Seite, dieWelt außerhalb auf der an- deren.DieseAussage ist insoferngrundlegend, als sie einepantheistischeVor- stellung des Gott-Welt-Verhältnisses ausschließt. Was außerhalb ist, ist aber nichteinfachvonGottgetrennt;dafürstehtderNamevonJesusalsAusdruckfür dasEingehenGottesindieGeschichtederMenschheit, jaderganzenSchöpfung. In franziskanischer Tradition26 undunter Aufnahme platonischenVokabulars sprichtLubichvondenIdeenundderenRückkehr inGott: „Die Strahlen, die vomVater ausgehen (vomHerzen des Vaters) und auseinander- streben,erreichenauchdieganzeSchöpfung,dieMaterie,undgebenihrdieOrdnung, dieLiebe ist,Leben,die Idee:dasWORT. AmEndewerdendie Ideen auf demStrahl zu ihremSchöpfer zurückkehren. In der SonnewerdensievonauseinanderstrebendenzuzusammenlaufendenStrahlenundihr Zusammentreffenbildet dasParadies, dessenWesenganzLiebe ist.Dortwirdesvon jedemDingdie Ideegeben,sowiesieschonvorderErschaffung,vonEwigkeither, im WORTbestand.“27 So ist also auchvon zusammenlaufendenStrahlen im InnernGottes dieRede, nicht nur imSinneder eschatologischenRückkehr alles Seienden, sondern als Ausdruck für Gottes unendlichesWesen. Beide Formen der Strahlen – diver- gierend und konvergierend – sind Ausdruck der einen Liebe Gottes, die sich innenwie außen in „unendlich vielenKlangfarben“ zeigt. So ist also von der Einheit „außerhalb“, inmitten der Vielheit der Schöpfung die Rede, und von Vielfalt im Innerndes einenGottes, desVaters, der alsWurzel allemzugrunde liegt28. Was Lubich in den ersten Tagen im Paradies „sah“, entsprach ihrer (der traditionellenFrömmigkeit entspringenden)Erwartungallerdingsnicht: „Ich erwartete, dass dumir die Heiligen zeigenwürdest, einen nach dem anderen. Hingegen sah ich das ganze Paradies in seinem blütenreichen, sternenübersäten, 25 P49Abs.97–101. 26 ZudenkenwäreetwaandieCollationesinHexaemeronvonBonaventura(Bonaventura,Das Sechstagewerk. AusgewählteWerke Band3, aus demLateinischen übersetzt vonWilhelm Nyssen,München1979). 27 P49Abs.115f. 28 SoschreibtLubicham24. Juli: „Sindwirersteinmal indasHimmelreich, indenSchoßdes Vaterseingetreten,sindwiraufewiginderWurzel,diederVaterist.DaheristdasLebenewig, undderLebenssaft, der indieserWurzel fließt, istLiebe.“ (P49Abs.112). DieWeltalsGottes Innerstes 131 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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