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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 vielfarbigen Gewand, mit denMeeren, Bergen, Seen, Sternen, mit der Sonne, dem Mond,mitAlleen,dasganzeParadies (…)“29 Sie sieht die Schöpfung in Gott – inklusive die vom Menschen gestaltete Schöpfung, hier als viali, Alleen, zwei Absätze weiter als strade, Straßen. Zu- mindest ansatzweise ist also – neben der Schöpfung – auch diemenschliche Kulturleistungmitgemeint, wennChiara vondenbeiden Formender Strahlen spricht, „außen“und„innen“. ImDezember1949 istdieZeitdermystischenErfahrungLubichsnochnicht zuEnde,abereshatsichdocheinbestimmterersterKreisgeschlossen.Ausjenen Tagen sind einige Texte erhalten, die auf die Intuitionen der erstenWochen zurückblicken und sie aufgrund der späteren, mehrmonatigen Erfahrungen nochmals neu bündeln und durchdenken. Dies gilt auch für das Bild der Strahlen. SoschreibtChiara: „DerHerrwarwirklicheinLehrmeister,alsermirdasParadiesmitdemganzenJenseits undallemGeschaffenengezeigthat. Zuerst ließermichdieNichtigkeitallesGeschaffenenerfahren,dasheißtdieTatsache, dasses insichselbstNicht-Sein ist.30 Als ichimVaterangekommenwar,empfandichalskonkret(Sein)nurihnundalldas, was in seinemSchoßenthalten ist. Dann ließ er mich alle Dinge in ihrer Konkretheit wahrnehmen, indem er die ge- schaffeneWirklichkeitmitVergleichen(wiedemderSonne)erklärte,diezwar immer unzulänglich, aber für ein erstesVerstehendochhilfreichwaren.Denner zeigtemei- nemVerstand denHimmel als Inneres der Sonne. Die Projektion desVaters in sich selbstistdasWORTundalldas,wasinihmenthaltenist.DasGeschaffenehingegenwar dieProjektionderSonneaußerhalbvonsich. AmEndeallerErleuchtungenempfandichdieProjektiondesVaters,dieProjektionder Liebe außerhalbvon sich, unddieProjektion in sich selbst vongleicherKonkretheit. DennderVaterhatdenSohnaufdieErdegesandt,umsichunterdiegeschaffenenDinge zumischen, sie zusammenzufassen und zu vergöttlichen. Jesus, derMittler, war die Ursache der Vermählung des Ungeschaffenen mit dem Geschaffenen, der Einheit zwischenGeschaffenemundUngeschaffenem,gleich jener zwischendemWORTund demVater. 29 P49Abs.125vom24. Juli. 30 AufdiekomplexeBedeutungderWortgruppenulla–nullit/–nonessere–vanit/–nienteim Paradies’49kannandieserStellenichteingegangenwerden.DassdieSchöpfung(undmitihr derMensch) etwas ist undnicht nichts, wird in anderemZusammenhangdeutlich ausge- drückt,„dennwennichnichtwäre,könnteGottnicht inmirsein“,wieChiaraaneinerStelle schreibt (P49Abs.1172). StefanTobler132 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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