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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 kulturelle, geschlechterspezifische odermachtpolitische“21. ReligiöseDifferen- zen – solche innerhalb einer Religion und solche zwischen den Religionen – kommendabeinichtindenBlick.GeradederenVermittlunghalteichjedochfür eine zentrale Aufgabe. DieseVermittlung oder dieserDialog könnte zu einem LaboratoriumneuerFormendesZusammenlebenswerden.KurtAppel spricht voneinem„neuenFriedensnarrativeinergeteiltenÖffentlichkeitvonMenschen jüdisch-christlicher, säkularer undmuslimischer Tradition“22 –was sich noch aufanderereligiöseTraditionen,etwadiezuersterwähntealevitische,ausweiten ließe. 4. Ausblick–dieFragenachderKunst iminterreligiösenDialog Nachdem interreligiösenDialog als theologischerAufgabekamderDialog als Frage, die das Zusammenleben sowie den öffentlichen Raum betrifft, in den Blick.AnnäherndentsprichtdiesdendreiEbenendes interreligiösenDialoges, welche IngeborgGabriel unterscheidet. Gernemöchte ich alsAusblick auf ein weitergehendesGespräch die Frage stellen, obKunst in einemdieser drei Be- reiche ihrenOrt finden kann, ob sie alle drei durchquert oder aber doch eine vierte Dimension darstellt.Was ist die Rolle der ästhetischenDimension des interreligiösenDialogs? FüreineAnnäherungandieFragenachderRollevonKunstiminterreligiösen Dialog greife ich aufÜberlegungen Friedrich Hölderlins aus dem „Fragment philosophischer Briefe“ (vermutlich 1796/97) zurück.23 Dieser Fragment ge- bliebene,vonHölderlinselbstnichtveröffentlichteTextstelltmeinesErachtens einenGrundtext interreligiösenDialogs dar. Zunächst sprichtHölderlin darin voneinerIndividualisierunginBezugaufdenGlaubenanGott:„Undjederhätte demnachseineneigenenGott, insofernejederseineeigeneSphärehat, inderer wirkt unddie er erfährt“24. Gott begegnet demMenschen indessen je eigener Sphäre,d.h.indergeistig-sprachlich-kulturellenVermittlungderUmgebung,in welcherder jeweiligeMensch lebt.Allerdings istdiesnurdieeineSeite,umdas VerhältnisvonGottundMenschzufassen,dennderMenschkannsich„auchin 21 MichaelMüller,Stadt-BildundUtopie, in:Stadtutopien,KunstundKirche2/2005,S. 85–90, hier: S. 85. 22 Vgl.KurtAppel,ReligionundZivilgesellschaftinEuropa–PlädoyerfüreinenneuenNarrativ, in:Newsletter fürEngagementundPartizipation inEuropa, 4/2017, vgl. http://www.b-b-e. de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2017/04/enl-4-17-appel-beitrag.pdf (letzterZugriff: 27.08. 2017);Ders.TempeeDio,S. 191–199. 23 Johann Christian FriedrichHölderlin, Theoretische Schriften, hrsg. von JohannKreuzer, Hamburg1998,S. 10–15. 24 Ebd., S. 10. JakobHelmutDeibl170 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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