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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 dieBeiträgeimBandIXder,Sufi-Message‘mitdembezeichnendenTitel ,TheUnity ofReligious Ideals‘.22 3.3. Der religiösbedingteKrieg Hazrat InayatKhan istm.E. einer derwenigen religiösenLehrer des 20. Jahr- hunderts, die die Gefahren, welche vonReligionen für den Frieden ausgehen, klar gesehenhaben. Schon zuBeginn seines BuchesDieEinheit der religiösen Ideale,dasaufVorträge imJahr1923zurückgeht, schrieber imKapitel ,Einheit undEinheitlichkeit‘: „religiöse Meinungsverschiedenheiten haben der Menschheit zahllose Kriege und Katastrophenbeschert. Solchesgeschah,weilderGeistderEinheitnichtbeachtet,die Einheitlichkeitdagegenüberbewertetwurde“.23 Es sei derGeist derZerstörung, der fürdieHarmoniedes eigenenLebensund demanderer blind ist, und er denkt dabei an dieKriege, „die dieMenschheit erlebthat,besondersandenletztenmitallseinenSchrecken“,denndarankönne mandieseWahrheiterkennen.ZusolchenVerirrungenkommeesauchdadurch, dassman sichauf die eigeneReligionberuft, unddenUnterschied zuanderen Religionen betont – dies führe nicht zur Einheit, sondern zur „Spaltung der Menschheit, die doch eine gemeinsame Herkunft und ein gemeinsames Ziel habe.“Die sodenken, „betreiben schwerenMißbrauch (!)mit derReligion“.24 Obwohl InayatKhanbetont, dass die Schriften allerReligionendie „Botschaft der Einheit als ihre zentraleWahrheit“ enthalten,25 stellt er amSchluss dieses Buches fest: „Hinter allenkriegerischenAuseinandersetzungen sind religiöseEinflüsse zu finden. Wann immeres einenKrieg gegebenhat, sogar bei den jüngst vergangenenKriegen, immerwarReligionmit imSpiel. DieMenschen sehendieKriegsursachenmeist im politischenBereich,aberReligionkanneinvielgefährlichererKriegstreiberseinalsdie meistenpolitischen Ideen.“26 DieÜberwindung solcherGefahren findet er darin, „daßdieAnhänger unter- schiedlicherReligionen inder Erkenntnis der einenWahrheit hinter denReli- gionen zusammenfinden […]“.27Und vor rund hundert Jahren postuliert er 22 Hazrat InayatKhan,TheSufiMessageofHazrat InayatKhan,13Bände,London1960–1967, Varanasi (u.a.) 1988. 23 Hazrat InayatKhan,Einheitder religiösenIdealen,S.15. 24 Ebd.,S.23. 25 Ebd.,S.16. 26 Ebd., S. 327. 27 Ebd. Motivedes„UniversalenSufismus“angesichtsbeiderWeltkriege 231 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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