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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 Frauenrechtsaktivistinnenvisuell zu signalisieren, dass ihrEinsatzdemmusli- mischen Gemeinwohl dient, nicht der Zurückweisung religiöser Normen:24 „[r]ather thanasimpleindicationofIslamism,thechador[inIran]canindicate political allegiance to the IslamicRepublic, create political capital, or demon- strate socialdistinction.“25 Mode verstanden als nonverbale Kommunikation lässt also nicht nurAus- sagen über die eigene (religiöse) Identität zu, sondern dient häufig auch als Mittel zur Abgrenzung, wobei diese nicht nur gegenüber (vermeintlich) An- dersgläubigen, sondern insbesondere auch gegenüber anderen politischen Gruppen beziehungsweise sozialen Schichten stattfindet.26Besonders deutlich wird dies, ebenso wie die Bedeutung des Moments der Identitätsstiftung, in Ländern, in denenMuslime undMusliminnen gerade nicht derMehrheit an- gehören.27 Interessant ist indiesemZusammenhang,dass„piousfashion“Bucarzufolge somit nicht nurAussagenüber die eigenePerson–hinsichtlich der religiösen Identität, politischen Einstellung odermoralischenWertvorstellung – zulässt, sondern,dassdamitvielfachauchErwartungshaltungenanandereausgedrückt werden: „Pious fashion can also communicate […] ,amoral demand onothers‘: bywearing modestreligiousdress,anindividualclaimstobeapiouswoman,andthatclaiminturn demands that shebe treatedaccordingly.“28 IndiesemKontext isthervorzuheben,dasswieBucarbetont,wennauchFrauen, die „pious fashion“ tragendavonüberzeugt sind oder zumindest akzeptieren, dass ihnendieserKleidungsstilvonderOffenbarunghervorgeschriebenist,die Diskussion darüber was genau dies für die Praxis bedeutet, so gut wie nie in AuseinandersetzungmitHeiligenTextenstattfindet, sonderninderalltäglichen (Neu-)ZusammenstellungentsprechenderOutfits.29 Diedabei sichtbarwerdende engeVerbindungvonEthik,Ästhetikundmo- ralischenWertvorstellungen, denendurchdieKleiderwahlAusdruckverliehen wird, istdabeinichtals spezifisch islamischesPhänomenzubetrachten, zeigen sich ähnlicheDiskussionen auch in den 60ern in Europa hinsichtlich des Zu- sammenhangsvonMoralundMinirock.30DabeiweisenbeideDiskussionenauf 24 Ebd., S. 49. 25 Ebd., S. 50. 26 Ebd., S. 14. 27 FürÖsterreichsiehehierzuetwadieunterschiedlichenBeiträge in:AmaniAbuzahra(Hg.), MehrKopfalsTuch:MuslimischeFrauenamWort, 2.Aufl., Innsbruck-Wien2018. 28 Bucar,PiousFashion,S. 15. 29 Ebd., S. 16. 30 CyprianPiskurek,MoralaußerMode?DerMinirockunddiepermissivenessder1960er, in: JürgenKramer /AnettePankratz /Claus-UlrichViol (Hg.),Mini&Mini. IkonenderPop- IreneKlissenbauer384 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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