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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 Migration, Globalisierung und einemAuseinanderdriften von reich und arm gekennzeichnet ist. Das Motiv der Schwelle verweist die Kirchen darauf, in Umbruchszeiten die Identität nicht nur innen zu suchen, sondern auch im „außen“. 3.2. DieReligionsfreiheit ist zuschützen Zur Vision einer Grenzen überschreitenden Kirche gehört zentral die Religi- onsfreiheit.Religionsfreiheit ist einhoherWert ineinerpluralenGesellschaft– bei gleichzeitigem Selbstbewusstsein der jeweiligen Religionen. Eine zentrale Entwicklung, angestoßenvomII.Vatikanum, ist dieAnerkennung vonReligi- onsfreiheit wie auchdie FörderungderökumenischenBeziehungen.Auchdie österreichische Bischofskonferenz betont, dass ein religiös-weltanschaulich neutraler Staat nicht einemradikalenLaizismusverpflichtet seindürfe, der in seinerstriktenAblehnungvonReligioneinenAbsolutheitsanspruchstellt.Denn geradeweilReligionenwesentlichauchWerteundSinneinbringen,tragensiezu jenen Voraussetzungen bei, von denen der demokratisch verfasste Staat lebt, ohnesie selbst erzeugenodergarantierenzukönnen. Deshalb betonen die Bischöfe zu Recht: „Dermoderne Staat ist daher, um tatsächlich neutral und unparteiisch zu sein, bestens beraten, Religion nicht gesellschaftlich zu marginalisieren, sondern ihr einen entsprechenden Platz auchimöffentlichenRaumzusichern.“24ReligionstellteinenzentralenTeilder Gesellschaft dar und darf sich nicht aus derÖffentlichkeit verbannen lassen. DieseReligionsfreiheitgiltabernichtexklusivfürdiekatholischeKircheoderdie Christen, sondern füralleBürgerinnenundBürger. 3.3. InterneHerausforderungen Bei all den gesellschaftlichenHerausforderungen gibt es gleichzeitig kirchen- internenReformstau.Die aktuellenStrukturreformenzeigen, dassdie katholi- scheKirche immernochstarkpriesterzentriert ist.Zugleichgibtesderzeit eine große Veränderung des Priesterbildes.25 Dieser ist in den neuen Strukturen 24 Wortlaut der Presseerklärungen der Herbstvollversammlung der Österreichischen Bi- schofskonferenz, 09.–12.November 2009, Benediktinerabtei Michaelbeuern, vgl. https:// www.bischofskonferenz.at/2009/presseerklaerungen-der-herbstvollversammlung (letzter Zugriff: 29.05.2019). 25 Vgl.dazu JohannPock,KönnenPriesternochSeelsorger sein?Überlegungenzudenaktu- ellenVeränderungendesBerufsprofils, in:ErichGarhammer/HansHobelsberger/Martina Blasberg-Kuhnke / JohannPock(Hg.), Seelsorge:dieKunstderKünste.ZurTheologieund Thesen fürdieZukunft kirchlichenHandelns 453 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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