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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 den „herrschenden Eliten“. Andersdenkendenwird das Recht aufMeinungs- äußerung,PartizipationundRechtsschutzabgesprochen. Angesichts solcher spalterischen und zersetzenden Phänomene und Ten- denzenbraucht es in einer pluralistischen,widersprüchlichen, konfliktreichen (Welt)GesellschaftMenschen,OrganisationenundInstitutionen,diesichfürden gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen: die nicht aus- und abgrenzen, sonderneinbinden,vernetzen,versöhnen.EbenFÜR-Sprecher,die sich fürdas ethische Fundament gelingender Demokratie einsetzen, für die Akzeptanz grundlegenderMaßstäbe,NormenundWerte,dieeine tendenziell gemeinsame Vorstellung von der Freiheit und ihrer Kostbarkeit haben, vom Inhalt und Umfang vonGerechtigkeit, vomWert und derNotwendigkeit von Solidarität, gemeinsamer oder wenigstens verwandter Vorstellungen von sinnvollem und gutemLeben,vonderWürdejedesMenschen,vonderIntegritätderPerson,von RespektundToleranz, vonAnstandundFairness. „Die Verantwortung für […] dieses ethische Fundament unseres Zusammenlebens tragen – neben der besonderen staatlichen Zuständigkeit im Bildungssystem – alle Bürger,insbesondereaberdiekulturellenKräfteeinerGesellschaftunddarinebenauch und in besondererWeise Religions- undWeltanschauungsgemeinschaften und also auchundgeradediechristlichenKirchen.“2 2. RegressiveTendenzeneinerWohlfühlgesellschaft Vielleicht ist das die Tragik unserer Zeit, dasswir nochnie so viel und so gut kommunizieren konnten – und zugleich verlernt haben, uns konstruktiv und ergebnisoffen auseinanderzusetzen mit dem, der anders denkt, anders lebt, andershandelt–ebenweil er anders ist. „Wirmüssenwieder lernen,zustreiten,ohneSchaumvormMund,undlernen,unsere Unterschiedeauszuhalten.WerStreithat,kannsichauchwiederzusammenraufen.[…] Aberwer gar nicht spricht und erst recht nicht zuhört, kommtLösungenkein Stück näher. Sprachlosigkeitheißt Stillstand.“3 Undwonurnochmonologischdie je eigenenAnsichten,MeinungenundVor- urteile indieWelthinausposauntwerden,daistdiePerspektivedesGanzen,des Gemeinwohls abhandengekommen, damit auchdieBereitschaft undFähigkeit zumDialog,zumKompromiss,zumKonsens.„UnsereDemokratie[…]setztuns 2 WolfgangThierse,ErwartungenandieKirche.ZumfundamentalenDienstderKircheander Politik, in: Peter Klasvogt / Stefan Klug (Hg.), Europa – Wertegemeinschaft oder Wirt- schaftsunion?ZurPrägekraftdesKatholizismusinMitteleuropa,Paderborn2015,S. 110–117, hier: S. 113. 3 Frank-WalterSteinmeier,Weihnachtsansprache, 24.Dezember 2018. Epochenwandel.AufderSuchenacheinerneuenErzählung 461 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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