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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 LeopoldNeuhold (Graz) Wirtschaft–mehralsWirtschaft: Sozialethische Bemerkungen 1. Wirtschaft–aufWirtschaftbegrenzt? Im Prozess sozialer Differenzierung tendiert unsere Gesellschaft zu Tren- nungsmodellen. InderBeachtungder fürdie jeweiligenBereichemaßgeblichen Eigengesetzlichkeiten können die Möglichkeiten durch Sachgerechtigkeit in einemhöherenMaß ausgeschöpftwerden.DieAutonomiederWirtschaft bei- spielsweisebefreitdieseweitgehendvonpolitischerBevormundung,unddamit kann die Effizienz erhöht werden. Wenn das II. Vatikanische Konzil in der Pastoralkonstitution Gaudium et spes diese „Autonomie der irdischenWirk- lichkeiten“ in der Nummer36 im „Differenzgrundsatz“, wie ihn Friedhelm Hengsbach1bezeichnet,betontunddamitdieWertschätzungfürdenjeweiligen Bereichverbindet,sowirdindiesemZusammenhangauchdieFreisetzungdieser Bereiche vongewissen „verengt ganzheitlichen“Ethikmodellen angesprochen. Wenn aber nun in einer Verselbstständigung der Bereiche das Ganze in den jeweiligen Teilbereich rückt, so kann daraus eine Zersplitterung, die für den MenscheninvielenBeziehungenherausforderndist,folgen.Esstimmt:Business ofbusinessisbussiness,wiemitunterbehauptetwird,abereinGeschäfthatauch Grundlagen,dienichtnurüberdasGeschäft alleingestaltetwerdenkönnen. Deswegen fordert das II. Vatikanische Konzil die relative, oder wie es das Konzil nennt, die richtigeAutonomie irdischerWirklichkeiten ein, eineAuto- nomie, die auf dasGanze gelungenenmenschlichenLebens für alle zurückge- bundenbleibt unddamit die einzelnenBereiche indieseRelationdesGanzen setzt.DieWahrnehmungderEigengesetzlichkeitenwirddamit indenBezugdes Dienstes amGanzengenommen.Ganzkonkret geht es etwaumdieFrage,wie Wirtschaft gestaltet seinmuss, um zumWohlemöglichst allerMenschen bei- zutragen. Inder ethischenHerausforderungbedeutet dies, die jeweiligenwirt- schaftlichen Prozesse, etwa Produktion, Distribution und Konsum, in ihrer 1 FriedhelmHengsbach,DieArbeit hatVorrang.EineOptionkatholischerSoziallehre,Mainz 1982,S. 279ff. Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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