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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 aber das Einbeziehen sozialer und politischer Ziele in den wirtschaftlichen Prozess. Dazu bedarf es des Einsetzens desMarktes als einesMittels.Wie der Papstbetont, istderMarkt „ansichnichteinOrtderUnterdrückungdesArmendurchdenReichenunddarfdaher auchnichtdazuwerden.DieGesellschaftmusssichnichtvordemMarktschützen,als ob seineEntwicklung ipso facto zurZerstörungwahrhaftmenschlicher Beziehungen führenwürde. Es ist sicher richtig, dass derMarkt eine negativeAusrichtung haben kann, nichtweil dies seinemWesen entspräche, sondernweil eine gewisse Ideologie ihmdieseAusrichtunggebenkann.Esdarfnichtvergessenwerden,dassesdenMarkt nicht in einer Reinform gibt. Er erhält seine Gestalt durch die kulturellenGegeben- heiten,die ihmeinekonkretePrägungundOrientierunggeben.“ (Nr.36) Auchdervorgebliche„reineMarkt“–undbesondersder–stehtinideologischer Vereinnahmung durch das dann reduzierteWirtschaftsdenken, das etwa die relationale Seite von Gütern, nicht nur der relationalen Güter an sich, nicht mitbedenken lässt.DerPapstbetont: „DieSoziallehrederKircheistderAnsicht,dasswahrhaftmenschlicheBeziehungenin Freundschaft undGemeinschaft, Solidarität undGegenseitigkeit auch innerhalb der Wirtschaftstätigkeit und nicht nur außerhalb oder >nach< dieser gelebt werden können. Der Bereich derWirtschaft ist weder moralisch neutral noch von seinem Wesenherunmenschlichundantisozial.Ergehört zumTundesMenschenundmuss, gerade weil er menschlich ist, nachmoralischen Gesichtspunkten strukturiert und institutionalisiertwerden.“ (Nr. 36) „Sohat jedewirtschaftlicheEntscheidungeinemoralischeKonsequenz.“(Nr. 37) Vielleicht ist dasMoralische nicht nur auf dieKonsequenzen zubeschränken, sondern in jeder Entscheidung kommt darüber hinaus die Person alsmorali- sches Subjekt zum Tragen. Eine oft vorgenommene Gegenüberstellung von WirtschaftundEthiketwadergestalt,dassEthikdasWirtschaftlichebeschränke undWirtschaftmit Ethik unvereinbar sei, verbietet sich deswegen. Ethik, Ge- rechtigkeit sind nicht etwas, was dazu kommt, sondern sie sind demWirt- schaftlichen indiesemSinne innewohnend. 4.3. Wirtschaft inderVerzahnungvonMarkt,StaatundZivilgesellschaft DennWirtschaftenspielt sichaufdrei ineinandergehendenEbenenab. „DasWirtschaftsleben braucht ohne ZweifelVerträge, um den Tausch von einander entsprechendenWertenzuregeln.EbensosindjedochgerechteGesetze,vonderPolitik geleiteteMechanismenzurUmverteilung,unddarüberhinausWerke,dievomGeistdes Schenkensgeprägtsind,nötig.DieglobalisierteWirtschaftscheintdieersteLogik, jene des vertraglichvereinbartenGütertausches, zubevorzugen, aber direkt und indirekt LeopoldNeuhold594 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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