Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Seite - 638 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 638 - in Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft

Bild der Seite - 638 -

Bild der Seite - 638 - in Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft

Text der Seite - 638 -

© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 wissenwillkommtnichtumhin, tief indieMaterieeinzutauchen,umbesserzu verstehen, inwieweit ein jeweiligerAnsatzoderein entsprechendesFinanzpro- dukt auchwirklichdementspricht,wasmanselbst voneiner ethisch-nachhal- tigenGeldanlageerwartet. InmeinemBeitragmöchte ichdie bisherigeEntwicklungder ethisch-nach- haltigenGeldanlagekurzbeschreibenunddie gängigstenStrategien erläutern, mitdenensozialeundökologischeKriterienbeiderGeldanlageberücksichtigt werden. DesWeiterenmöchte ich dann auf die unterschiedlichenMotive von Investierenden eingehenund insbesondere amKonzeptder finanziellenMate- rialität deutlich machen, dass eine rein auf Risikomanagement fokussierte Herangehensweise alleine nicht ausreichen wird, um die vielfältigen gesell- schaftlichenHerausforderungenzubewältigen. 2. GeschichteundEntwicklungderethisch-nachhaltigen Geldanlage WannundwozumerstenMalvoneinerethischenodernachhaltigenGeldanlage gesprochenwurde,lässtsichvermutlichnichtmehrmitBestimmtheitfeststellen. Als breiteres gesellschaftliches Phänomen zum erstenMal aufgetaucht ist die ethischeGeldanlageimfrühen20. Jahrhundert,alsreligiösmotivierteMenschen in denVereinigten Staaten – vor allemwaren dasQuäker undMethodisten – InvestitioneninsogenannteSin-Stocksablehnten.DamitwarendieAktienvon solchenUnternehmengemeint,deneneineschädlicheWirkungaufMenschund Gesellschaft angelastet wurde. Das waren zumBeispiel Unternehmen der Al- kohol-undTabakbranche,desGlückspielsoderderWaffenproduktion.DasZiel war ein zweifaches: einerseits ging es darum, diese Tätigkeiten nicht durch Kapitalbereitstellung zu ermöglichenund andererseits wolltemanvermeiden, davonzuprofitieren, dass derGewinn zumSchaden andereroderderUmwelt erwirtschaftetwurde.Der1928gegründetePioneerFundwirdrückblickendals erster Ethik-Investmentfonds bezeichnet. Dieser berücksichtige sogenannte Ausschlusskriterien zu gesellschaftlich kontroversen Wirtschaftspraktiken. Weitere Investmentfonds folgten und vor allem die Proteste gegen den Viet- namkrieg und gegen die Apartheidpolitik Südafrikas führten dazu, dass sich zahlreiche InvestorenausUnternehmenzurückzogen,dieWaffenproduzierten odermitdemApartheidregime inGeschäftsverbindungstanden. Solche Inves- toren-Boykotte, die von Kirchen ebenso wie von Pensionsfonds mitgetragen wurden, waren zwar nicht die alleinigeUrsache, aber sicherlich einwichtiger Faktor dafür, dass politische Veränderungen möglich wurden. In der Folge entstanden immermehr Anlageprodukte, die nichtmehr vorbehaltlos in alle KlausGabriel638 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft"
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben