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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 kommensempfängerzwischen1980undEnde2017inrealerKaufkraftgemessen weitgehendunverändertblieb,hatsichdasVorsteuer-Einkommendesobersten ProzentsimselbenZeitraumverdreifachtundjenesdesoberstenPromillessogar versiebenfacht.DieLebenserwartungderunterstenEinkommensschichtenliegt um15Jahrehinter jenerderTop-Verdienerundnimmt insgesamtab,während derDrogenkonsumstark imSteigenbegriffen ist. Auchzeigt sich immerklarer, dassöffentlicheGüter etwa imBildungs- und Gesundheitswesen sowie in der Infrastruktur nicht durchnoch so großzügige privateInitiativensubstituiertwerdenkönnen.DieStiftungenderSuperreichen mögeneinewünschenswerteErgänzungbilden, können jedochdieLeistungen einesdemokratischenRegeln folgenden, gutorganisiertenöffentlichenSektors keinesfalls ersetzen.DennochwirddessenAktionsradius geradedurchdieun- zureichende Besteuerung der großen Einkommen und Vermögen zusehends eingeschränkt,wodurchsichdieEinflussmachtderprivatenDonatorenlaufend erhöht. Die sozial-ökonomische Grund-Konfiguration einer inklusivenMarktwirt- schaftwäre jedochunvollständigohneEinbindungdesökologischenNachhal- tigkeitsziels.17Nurwennauchdiesegelingt, kannsicheine„SozialeMarktwirt- schaft 2.0“ impolitischenundmedialenDiskurs als ein anderenAlternativen überlegenes System etablieren. Die zukunftsgerechte Kombination lautet Wohlstand fürmöglichstViele, sozialerAusgleich fürdieSchwächerenundein aufNachhaltigkeit angelegterUmgangmitRessourcenundUmwelt. Erfolge in dieser Königsdisziplin können nur als Ergebnis einer klugenGewaltenteilung zwischenÖkonomie undPolitik gelingen, die sich vonderDominanz der am Shareholder-Value anstelle des Gesamtwohls orientierten Großunternehmen emanzipierthat. Es liegt im aufgeklärten Eigeninteresse der Wirtschaftseliten, sich dieses Verständnis zu eigen zumachen.Andernfalls riskieren sieweitere Legitimati- onsverluste eines Systems, das in demokratisch verfassten Gesellschaften auf breitengesellschaftlichenKonsensangewiesen ist. 6. NeueRahmenbedingungeneinerglobalisiertenÖkonomie Vorausschauende,nichtvonad-hoc-MaßnahmendominierteWirtschaftspolitik setzt eine Standortbestimmung voraus, in der die jeweiligenKriterien für die Schaffung klugerRahmenbedingungen fürdieEntfaltungvonWettbewerb, er- 17 Ingeborg Gabriel, Zur Einführung –Ökologie als Gerechtigkeitsfrage der Gegenwart, in: Ingeborg Gabriel / Petra Steinmair-Pösel (Hg.), Gerechtigkeit in einer endlichen Welt: Ökologie–Wirtschaft–Ethik, Stuttgart2013,S. 9–31. Wirtschaftsordnung–Wertschöpfung–Schöpfungsverantwortung 677 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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