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da uan ain wagenknehte
kam in dez tadez ehte.
Wal uir vnd achczlg stain her auss
wurden gewarflen uon dem hauss,
5 vnd sy sprachen dach % der stat
kain stain kaim menschen hab geschat.'
daz nympt mich immer wunder,
ich meinet, daz er vnder
Den schelken het uil schaden tan.
10 man spricht, man so! nit glauben han
an Zauberei, das ist wol waur,
yedoch ist daz wol offen pavr,
daz der mörser mit zäher
wart zu gerihtet. aber,
15 Wy dem nun ist, so han ich dach
kainen glauben an zaber noch,
wann zaber niemen schaden kan,
der nit gelaben hat dar an,
wer aber dez gelaubet,
SO der wirt da uan petaubet.
Es hat leiht pei uns glaubt etwer,
da uon uns sölchs ist kumen her.
wy dem nun ist, daz lass ich sten.
sust wurden kneht ver wundet zwen,
25 vcz praun vnd andre iüde.
dy paid warn in der krüde,
Und also mit wunden vermailt, 54-'•
dy wurden auch sider gehailt.
dy stalczen degen in der uest,
30 dy teten all wegen daz pest,
sy stunden alz dy reken
vnd liessen sich nit schreken.
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918