Seite - 106 - in Michael Beheim's - Buch von den Wienern
Bild der Seite - 106 -
Text der Seite - 106 -
106 1*62
an rufften vnd in piten wem,
er sott in gnad uer leihen
vnd dis misstat uer zeihen.*
Dez wolten sy geuolget han
5 und in der weis haben getan,
da sy den holczer fragten rat,
wy im geuiel dy selbig tat,
da sprach er spotigleichen
'da uon wil ich nit weichen.
10 Es ist mein rat vnd dunkt mich gut,
daz man den dingen also tut,
aber dis nunnen sol wir hon,
dy müssen uor uns nakent gan.
so tret wir zu der ueste,
15 daz dunket mich daz peste!'
Dy selb proces vnd ach dy uart
mit diser red zerslagen wart,
der holczer tet nach der art sein,
wann sein schalkait wart da wol schein.
20 man darff kainen poswihte
suchen mit ainem lihte,
Er kampt wol selber an den tag, 56a
wann er sich nit uerpergen mag,
diser prüder must sich also
25 entsiezen vnd für sehen do,
wann dise ualschen knaben
wolten in also haben
Wie l)ttc$cg albvetjt gen Wien kam.
Maimlich ertrenket pei der nalit.
dis ualschen poswiht vngeslaht
80 stunden also in grosser not,
alz man dann uor gehöret hat.
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918