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7M der strassen hin nider,
in dy stat hin vnd wider.
Dy treulosen vnd valschen wicht
karb vnd scherm heten aufF gericht.
5 da sy unser frawn kaiserein
vnd auch dy zarten megetein
an disen zimern hahen
und in den tienstern sahen,
(Dis ist ze melden nil zu grab,
10 doch mäht ichs nit lan, mit urlab,)
der grüns bömlein und aucli mer
traten gen disen fräwlin her,
dy hindern sy enplagten,
gegen in sy dy ragten.
15 'Du Kaiserin und ir iuncfrawn! iOt'1
ir solt in dise Spiegel schawn!*
also rufften dy öden schelk
und dy uer fluchten lasterbelk.!
es wer nit gwesen wunder,
20 daz der schaui* vnd auch dunder
In dy splegel geslagen hei!
ai hau der wüsten übel tet!
ich han kain solchez lauter ny
gehört anff diser erden hy.
25 sust mäht ich irer schände
nit melden aller sande,
By irn gnaden wurden erzaigt
uan disen schelken sa ueruaigt,
mit also wüsten warten, dy
30 ich nit Aval tar g-ereden hy.
sy wart graplich uerschmehte
mit mancher hand an uehte.
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Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918