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waz er nur zu im sprechen solt,
daz Hess er allez äffen perri
her i'Avg uan ualkenstorff den hern.
der stund an diser stete,
für den kaiser er rete.
Da nun diser herczag albreht
uernam dy grassen schand vnd schmeht
uan unserm hern dem kaiser, da
wart er uil schäm rat vnd unfra.
10 sein äugen er uil schärfte
auff gegen himel warffe,
Sich selber er sich ser erbarmpt, 102'
da er salch grasse schmehung armpt.
und da her iörg uan ualkenstarff
15 uar dem herczag in gegen warlT
stund hy aufF diser seilen,
und da zu allen Zeiten
Unserm hern kaiser redet uart,
der herczag sprach 'iörg, dise wort,
20 dy hören wir dich hy wol tun,
aber wir hären ir nit fun
unserm prüder vnd herne
dem kaiser offen perne.
Wann wir dy uan im harten, so
25 weit wir gelauben nain vnd ja.'
her iärg uon uaUtenstorff der sprach
'nun red ich doch kein andre sach,
denn mir mein herr mit hillet,
haist reden vnd en pfilletP
30 Unser herr der kaiser sprach 'ierg,
nun red uns all dise materg,
du waist wal unser gwanhait, mit
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Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918