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1462 197
lass uns nit lang- hie seine."
Der herczag nit mer auss red kand,
er sagcz ledig mit mund vnd hand.
dez waren dy geuang-en frä,
5 graueneker vnd zenger da
vnd dy andern mit yne,
der küng dy prieff gab hine.
Dem kaiser er den ain antwurt 103 b
vnd kridencz den, alz daz gepürt,
10 tiefF aufF dy knie er sich da pag,
den andern gab er dem herczag.
dy prieff warn nun gewesen
zu paider seit gelesen.
Nu harent, waz sy hielten jnn,
15 wie sy lauten, auff welche sinn,
der erst artikel also stund:
'in Österreich dy slosser vnd
alle rnergt vnd auch stete,
dy der herczag jnn hete ,
20 Welch dem kaiser an harten, dy
solt er im all ab treten hy,
daz sy im wem glaben vnd swern,
alz irem fürsten und auch hern.
dann solcz der kaiser wider
25 geben vnd legen nider
Dem herczag zu sein banden gar,
daz er sy rengenirt aht iar.
vnd yeglichs iar der herczag salt
unserm hern kaiser han bezalt
30 guter gülden uir tausent,
jm därfft nit haben grausent.
Acht iar het gwert dis reiament,
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918