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204 1462
mit mancher handlai svverai,
doch lit wirs allez gereri.
Unser kainer waz daz nit revvn,
da wir uan disen ung-etrewa
5 vnd falschen schelken sollen, do
wir furn und zugen hin also,
uil fluchen, schelten unde
gespöcz wart uns da künde.
Sy teten vns uil arger schmäch
10 und schrien uns uerr hindeii nach
mit lautem galm vnd grassem galff.
alz dy pauren über dy walff
auff dem ueld, pei den darffen,
geslagen und gewarffen
15 Und auch geheczet würt nach in,
in solcher sclimeht zugen wir hin.
dy ganczen, langen naht wir furn,
wann wir am äbent spet auff wurn,
auch mäht wirs nit ereilen,
20 wann ez woren aht meilen
Uon wien bis in dy newenstat.
wir wurden aller fröden sat,
alz dy sei in dem baradeis,
so sy kmnmen in solcher weiss
25 auss der weicz, dem feg feüre,
in dy stat sa geheure,
Wim &cm lob i>«r fntmmen ftct. 107 b
Also kam wir mit aller fröd
uon disen ualschen schelken schnöd,
ich main dy schelk aller schelk gien,
30 dy hinder uns bliben zu wien.
wir furn uan den uerretern
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918