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206 1462
unser her kaiser da pestet
den wienern nur ym andern iar.
als ir passhait wart affenpar,
do nam er sy in wider
5 und gab sie disen sider.
Die wiener worn nit wert, das sie
ain solches wopen heten hie.
weit in der kaiser recht han ton,
so must er In uerlihen hon
10 ain wapen in den ziren,
als ich wil bleseniren.
Das wer gewest ain schilt uon blut.
der selb schilt vns peteuten tut,
das sy die grosten blut hund sein,
15 die ye auff erden wurden schein!
da miten auff gewalgen
in stak weis ainen galgen,
Dvrch hillet mit diebischer gilw,
mit aim strik uon heiniffischer hilw.
20 das peteut, daz sy zu dem strik
sein uil paser dann henkmessik.
vnd uon totlicher hellung
da miten auff in pellung
ain menschen arm in pellung,
25 Zwischen disem galgen vnrain, 108ll
mit abgehakten uingern zwain.
das peteut, daz sy treulos worn
vnd offt mainait haben gesworn.
vnd darüber kreuczlinge,
30 in pell, alz ich euch singe,
Ainen uaimloffel, uon eisin, wol
durch lächert, ynnerhalben hol.
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918