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Wy fccr brabjl untrer uuti vokn 3um küiftx ruit.
©er brabst wider zum kaiser rait
in dy newenstat, als man sait,
vnd saget dise sach vnd iner,
\vy ez zu wien ergangen wer,
5 wess sich dy wiener heten
pegeben an den steten.
Der kaiser pat den prabst (daz er
dise sach uallen enden wer,
und daz er wider rit gen wien,
10 und sieht meht dis zwitraht und spien,
daz walt er zu gut messen,
vnd nimmer mer uergessen !J
Wc fcer bnibft gen prcfjmrg rait.
Und diser brabst wolt nit uan stat,
vvy uast in nun der kaiser bat
15 er sprach cer weit dez nmssig gan!1
er nam urlab und rait uou dan.
mit dem der brabst rait wider
hin haim gen brespurg nider.
Dy wiener schriben offt seither
20 unserm herren kaiser dy mer
^az er so wol tet und gedeht,
wy er dy sach zu wegen breht,
daz dy stat zu dem lande
kein wider in sein bände.'
25 Der kaiser aber fragt sein ret
(waz er daz pest darinnen tet?*
sy rieten all auff dise mer,
ainer hin und der ander her,
yeglicher waz er weste
30 und in pedauht daz peste.
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918