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und nit han geliten straft' vnd pein
utnb dy pesen passhait ueruaigt,
dy er dem kaiser het erzaigt.
zwar ez wer schad gewesen
5 solt der schalk sein genesen!
Er wart gefangen von zwain weinzürn,/
dy in wider gen wien warn fürn.
dy selben wein zurl fürten in
geuangen für den lierczag hin.
10 dez wart uan osterreiche
herczag albreht fraleiche
Und sprach "pöswiht! nun sag mir mer,
wu kutnt dir solche passhait her,
daz du so gross uerreterei
15 und schalkait tust so mancherlei,
als sich in kurczen stunden
hy zu wien hat er funden?*
Der holczer sprach 'lierczag, sag mir, 134a
welcher ist undcr mir und dir
20 der aller grössest pöswiht hy?
dez solt du mich peschaiden! wy
du pist uan uater und müder
dez kaisers rehter prüder,
So pin ich nur sein undertan,
25 schau, wer dy grösten schuld mög han!
wann als daz, daz ich han er daht
vnd tun, dar zu hast du mich prallt,
mir den ruken gehebet!
ich tarst nit han erlebet,
80 Daz ich salch grass ding het uolent,
het ich dein hilff nit hie erkentJ1
der herczag sprach auss zornes trüb
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918