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Erlaub mir in den iörg winkler,
uor dorn kernertar sitzet er,
oder in incinn kneht grünspamlein,
pei dem wolt ich ach geren sein
5 durch seiner basshait willen,
die auss im gen vnd quillen!'
Der priester sprach <waz wolstu nun
pei diser menschen ainem tun?'
der teufel sprach cin den winklern
iO weit ich auff mein wan uaren gern,
ob ich daz moht gefiigen,
dorch willen seiner lügen,
Wann in im ist kain warhait schein,
nur eitel lugen in im sein,
15 ob ainer het czu schaffen icht,
daz er in bet an ain gericht,
so kunt er in wal leren
unreht czum rehten keren.
Nur umb ain messlin weins er jm 146a
20 geb ualsch gezeuknis und sein stym,
seines unrehcz er im zu lait
und swur im ainen ualschen ait.
er hat pöser aid neine
geswaren ualsch und meine.
25 Auch weit ich gern peim grünspomlein
durch seiner passhait willen sein.
wie wol nihcz lait an seiner kur
und in dy wiener scheczen nur
für ainen trunken buben,
30 man treut im niht ain ruben,
Da ist er doch passhait so ual,
wu man puberei tihten sol,
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918