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dii ist <jr vvat ain maister zu.
seinen gleichen waiss ich nit wu
reschliclien und bald nynden,
in kainem Iand zu uinden.'
5 Diser priester, der in peschwur,
der sprach cdu teüfel, sag- mir nur,
seit daz du so wol waist umb wien,
so sag' mir, wie stet es i'imb gien,
dv sy enthaubtet hoben
10 und umb dy nach hie leben?'
Der leufel sprach 'daz waiss ich vval,
seit ich dy warhait sagen sal
dy rehten warhait gancz für ual,
ich sprich aber auff meinen wan,
15 daz ich dich dez nit wissen lan.
wy mir dar umb peschihte,
so sag; ich dir sein nilite.'
Der priester sprach cdu böser gaist, I46b
seit daz du umb dy sach wal waist,
20 sa rnust du mir sagen dy tat,
wie es umb sy leit oder stat.
dar an solt mir nit liegen,
nach mich nichten petriegen,
Des peswer ich dich bei der krallt
25 und pei dez starken pannes hafft,
daz du mir gancze warhait sagst
und nichcz bergest oder petagst.
des erlass icli dich nümmer,
dein hafl't inuss wesen ümmer!'
30 Der teufFel sprach 'seit daz du mich
uerpindest also krefftenklich,
daz ich dir deines willen laist.
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918