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sein reiament wer gar entvviclit,
wann im niemen geharchte,
auff in het man kain uorchte!'
Den froschen wart ftir disen plach
5 ain ander küng geben darnach,
der het zwai rote hoslein an,
auff hohen painen waz er gan,
und ainen langen kragen,
den sah man hah auff ragen,
10 Ain roten schnabel scharpf vnd lank, 149
pei dem wasser waz gern sein gank.
dy frasch musten sich schmiegen uast,
wann in uil grassen überlast
der selbe kung waz warchen,
15 man nenneut in den starchen.
Ainn nach dem andern er auff zikt
und in seinen kragen uerslikt.
vnd da sprachen dy frasch 'ho! ho!
wy haben wir geweit also!
20 wann pei dem ersten künig
warn wir fridsam vnd sunig,
Aber pei disem hab wir nit
auff kain stund sicherhait nach frit.
wir westen kaines kummer tal,
25 daz uns gewesen ist so wal.
es Ist wol ain gehösche !J
also sprachen dy frösche.
Des gleich teten dy wiener tutnm,
wann der kaiser waz in zu frumm
30 vnd ze gütig in aller sach.
sy wisten nit, daz in beschach
sa gutlich pei dem kaiser,
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918