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Des apgotz, dem dy iiaiden glabin,
und in in im geschrifften Iiahin,
dy waz ains tages sangen dau,
mit irn iuncfrawlein in ain a\v.
5 da sy ainn prunnen uando,
gen dem gieng sy zu hande,
Wann sy und ir iuncfrawlein zart 150
Maren turstig auf!" diser uart.
dy wilden, graben pauren tumra,
10 dy da sassen vnd wunten vrab
decz selben prunnen pache,
da sy horten dy sache,
Da traten sy gegen ir her
und sprachen cwaz ist dein peger?'
45 sy sprach (ir lieben nach gepaur,
der turst hat mich bestriket säur,
aus eures prunnen flusse
ich hie nun trinken müsse.5
Sy sprachen 'unsers prunnen du
20 nit solt trinken, noch kummen zu!1
sy sprach cir lieben, sagent, wy
vnd waz euch daz mag schaden hy,
daz ich trink eures prunnen?
weit ir mir dez nit gunnen?
25 Nun seit ir doch dy meinen, wie
mögt ir mir solches weren hy?'
dy pauren sprachen (zwar, du wurst
hy nit trinken, wy uast dich türstP
sy gund dem brunnen nahen.
30 da daz dy pauren sahen,
Da lieffen sy zu mit gewald
und Sprüngen in den prunnen pald,
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918